bützow : Eine imaginäre Reise nach Berlin

Um neugierig auf den Roman zu machen, las Torsten Schulz einige Kapitel daraus vor.
Um neugierig auf den Roman zu machen, las Torsten Schulz einige Kapitel daraus vor.

Im Café Stine stellte Autor Torsten Schulz am Freitag seinen Roman „Nilowsky“ vor

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18. Januar 2016, 10:00 Uhr

Einen Hauch Großstadtluft konnten die Bützower am vergangenen Freitag schnuppern. Der Autor Torsten Schulz las im Café Stine aus seinem Roman „Nilowsky“ vor, mit dem er die Zuhörer in seine Heimatstadt Berlin entführte. In kleiner, gemütlicher Runde führte Schulz in die Geschichte um den 14-jährigen Ich-Erzählter Markus ein, der wenige Tage nach seinem Umzug aus dem Viertel Prenzlauer Berg an den Rand Berlins den einige Jahre älteren Reiner Nilowsky kennenlernt.

Die Freundschaft der beiden wird jedoch bald auf die Probe gestellt. Der Grund ist – natürlich – eine Frau beziehungsweise ein Mädchen. Besonders die Szenen, in denen dieses Mädchen, die schnodderige Carola, vorkommt, sorgten bei der Lesung für lachende Gesichter. Auch Schulz selbst, der das 2013 erschienene Buch nach eigenen Angaben seit einiger Zeit nicht mehr bei Lesungen präsentiert hat, war angetan von der Stimmung. „Zur Zeit habe ich eine gewisse Januarmelancholie. Deswegen fand ich heute besonders die Art der Figur Carola sehr belebend“, sagte der Autor nach der Lesung.

Nachdem er mehrere Kapitel vorgetragen hatte, beantwortete Torsten Schulz noch die Fragen der Gäste. So verriet er unter anderem, dass die Handlung des Romans nicht wie oftmals gedacht autobiografisch ist – wenngleich er sich in seinen Beschreibungen trotzdem auf die Orte verlässt, die er selbst am besten kennt. „Ein gewisser Anteil des selbst oder ähnlich Erlebten ist natürlich mit eingeflossen“, sagte Schulz. Er habe mit dem Buch ganz allgemein noch einmal in die Pubertät eintauchen wollen. „Vieles aus dieser Zeit begleitet einen ja ein Leben lang. Die Gefühlswelten, die damals entstanden sind, sind bis heute geblieben“, so der Autor.

„Nilowsky“ ist Schulz‘ zweiter Roman. Sein Vorgänger „Boxhagener Platz“, den der Berliner bei einem früheren Besuch im Café Stine vorstellte, ist 2006 erschienen und wurde später verfilmt. Momentan schreibe er schon wieder an etwas Neuem, verriet Torsten Schulz am Freitag. Wieder spiele sich die Handlung in Berlin ab.

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