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Frühjahrsputz : Eine Haltestelle zum Stehenbleiben

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Beim Frühjahrsputz in Kambs bekam das angestaubte Buswartehäuschen einen fröhlichen und bunten Anstrich

von
erstellt am 19.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Der Frühjahrsputz lockte am Sonnabend viele Helfer in der Gemeinde Vorbeck auf den Plan. „Die Resonanz war sehr, sehr gut. Es haben sich auch wieder viele Familien mit Kindern am Arbeitseinsatz angeschlossen“, berichtet Franka Brzezinski, Vorsitzende Ausschuss für Finanzen und Wirtschaftsförderung Gemeinde Vorbeck.

Im Ortsteil Kambs kamen die Helfer, bewaffnet mit Harken, Laubbesen und Spaten, morgens und bei schönstem Sonnenschein vor der Kirche zusammen, um das Dorf von den Schmutzecken zu befreien.

Gut 20 Erwachsene und noch einmal ein Dutzend Kinder waren voller Tatendrang. Drei Projekte hatte sich die Gemeinde vorgenommen: Die Schlaglöcher an der Straße vor der Kirche sollten mit Schotterkies gefüllt werden. „Das haben die Männer gemacht“, so Brzezinski. Außerdem wurde der Zaun um die Kirche mit Friedhof von Ästen und wildwachsenden Büschen befreit, „weil die den ganzen Zaun kaputt gemacht haben.“ Die Bäume und Sträucher bekamen einen neuen Schnitt und die Kambser entfernten den Unrat. Der Mulch aus den geschredderten Ästen wurde dann gleich durch die Kinder an der Kirchenmauer verteilt. „Sie haben alle mitgeholfen“, freut sich die Kambserin. Die Rasenflächen erhielten ihren ersten Kurzhaarschnitt und die 1000 Blumenzwiebeln, die im letzten Arbeitseinsatz im Herbst von den Kindern in der Erde versteckt wurden, sind nun die lustigen, frohen Farbtupfer in dem Ortsteil. Die Gemeinde organisierte rechtzeitig Schotterkies für die Schlaglöcher. Die finanziellen Mittel für den Kauf der Farben für das wohl schönste Projekt waren im Vorfeld beantragt worden, sodass dem Frühjahrsputz nichts im Wege stand. Wer jetzt durch Kambs fährt, dem bleibt das Lieblingsprojekt – vor allem der Kinder – nicht verborgen. Sie bemalten gemeinsam mit Eltern und Hobbykünstlern aus dem Dorf die bisher recht trostlose Bushaltestelle.

Hier waren große und kleine Künstler am Werk. Mit Wachsstiften malten sie zunächst die Tiere auf die Wand, bevor sie die Flächen mit bunter Farbe füllten. „Mit so viel Begeisterung, Ideenreichtum und Kreativität haben sie die Bushaltestelle zu einem Ort verzaubert, wo man nicht in den Bus einsteigen, sondern einfach sitzen bleiben möchte“, ist Franka Brzezinski sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Auch die Eltern freuen sich mit ihren Kindern über diese wunderschöne Haltestelle. Denn selbst die jüngsten Kambser durften hier zum Pinsel greifen und Blumen tupfen.

Auch wenn gegen Mittag die meisten der Arbeiten beendet waren, werkelten einige Familien weiter an der Bushaltestelle, die nun den bunten Mittelpunkt des Dorfes bildet. Beim nächsten Arbeitseinsatz sind dann die Außenseiten an der Reihe. Diese sollen so gestaltet werden, dass „die Autofahrer sensibilisiert werden“, sagt Franka Brzezinski. So soll auf einer Seite beispielsweise ein laufendes Kind aufgemalt werden.

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