Rühn : Eine ganz besondere Verbindung zu Rühn

Inge Bloch
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Inge Bloch

Zur Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Rühner Klostervereins fanden viele Freunde und Gönner ihren Weg in den Festsaal

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09. November 2015, 08:00 Uhr

Sonnabend war ein großer Tag für die Mitglieder des Rühner Klostervereins, sowie alle, die sich mit Rühn, seinem Kloster und dem Verein verbunden fühlen. Denn seit zehn Jahren ist der Verein aktiv und erreichte in dieser Zeit einiges. Nicht alle Erwartungen seien in dieser Zeit in Erfüllung gegangen, erklärte Inge Bloch, die dem Verein nach seiner Gründung vorsaß, in ihrer Rede. Aber viele Wünsche stünden noch immer auf der Agenda. „Wir haben einige besonders hässliche Fotos gefunden“, sagte sie amüsiert und mit Blick auf die erreichten Erneuerungen. Damit würde sie heute besser zu schätzen wissen, was die Gemeinde an der Klosteranlage habe. Inge Bloch gab einen Einblick in die Anfänge des Vereins, der mit zwölf Gründungsmitgliedern seine Arbeit aufnahm. Diese bekamen zu der Feierstunde eine Urkunde überreicht. Heute sind noch acht von ihnen Mitglied, stellte Bürgermeister und Vereinsvorsitzender Hans-Georg Harloff fest.

Eine der ersten Veranstaltungen auf dem Klostergelände, berichtete Inge Bloch, wurde für den Verein zur Lehrstunde. So gab es zum Beispiel viel zu wenig Parkplätze. „Wir mussten sehr viel dazulernen für unsere zukünftigen Feste“, so Bloch.

Ihr Dank galt unter anderem an die Rühner Vereine, die das Vorhaben sehr unterstützten. „So etwas hatte ich noch nie erlebt. Unsere Energien haben wir gebündelt“, sagte sie.

„Das sind die Verrückten, die sich in die alten Mauern verliebt haben“, berichtete Sigrid Papendorff, stellvertretende Vereinsvorsitzende, von eher negativen Rückmeldungen zu Beginn der Vereinsarbeit. Heute zähle sie sich gern zu diesen Verrückten, die doch so viel erreichen konnten. Auch sie berichtete aus der Vereinsgeschichte, in der immer mehr Besucher zu den nunmehr etablierten Veranstaltungen kamen.

In den vergangenen sieben Jahren seien hier etwa 700000 Euro investiert worden, informierte Hans-Georg Harloff anschließend. Weitere Investitionen will der Verein auf den Weg bringen. „Es bleibt alles so wie es bisher war“, gab Harloff einen überschaubaren Ausblick. Die jährlich stattfinden Veranstaltungen gehören weiterhin fest zum Programm , den Eigenanteil des Vereins für geplante Baumaßnahmen einzubringen.

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit Grußworte zu überbringen, aber zwischen Landrat Sebastian Constien und Amtsvorsteher Eckart Krüger stach vor allem Elke Seyed Ebrahim hervor.

Sie teilte mit den Anwesenden ihre ganz persönliche Geschichte, die sie eng mit dem Kloster in Rühn – vor allem aber dem Festsaal in dem sie das Wort an die Gäste richtete – verbindet.

„Als mich die Einladung erreichte, war ich sehr berührt“, begann sie. Elke Seyed Ebrahim wuchs tief im Westen, nahe der niederländischen Grenze, auf. Doch Rühn war schon in der frühesten Kindheit ein Begriff für sie, „der für mich einen melancholischen Zauber hatte.“ Ziemlich genau vor 70 Jahren sei ihre Großmutter mit ihren drei Kindern nach Rühn gekommen. „Meine Großmutter ist hier am 5. Dezember 1945 verstorben und meine Mutter und ihre zwei jüngeren Geschwister waren Weisen.“ Die Kinder kamen im Kloster unter und „haben genau in diesem Raum geschlafen“, so Elke Seyed Ebrahim weiter und: „Es ist schon sehr erstaunlich, wie sich manchmal Kreise im Leben schließen.“

Sie wünschte sich, dass der Verein noch lange den nötigen Nachwuchs finde, um auch weiterhin das Ehrenamt zu stärken.

Sie ist seit einigen Jahren Fördermitglied im Verein und lebt heute bei Hamburg, wo sie als Ärztin tätig ist.

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