SVZ-Aktion „Wir öffnen Türchen“ : Eine Familie, die zusammenhält

Die Gelegenheit, mit der SVZ-Aktion Danke zu sagen, ließ Ronny Ehlers (Mitte ) nicht verstreichen und überraschte seine Eltern Waltraud und Wolfgang Ehlers.
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Die Gelegenheit, mit der SVZ-Aktion Danke zu sagen, ließ Ronny Ehlers (Mitte ) nicht verstreichen und überraschte seine Eltern Waltraud und Wolfgang Ehlers.

Ronny Ehlers dankt seinen Eltern für ihre jahrelange Unterstützung in schwierigen Zeiten

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01. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Auf seine Eltern kann sich Ronny Ehlers immer verlassen. Nachdem er vor 20 Jahren Opfer einer schweren Straftat wurde, standen ihm seine Mutter und sein Vater jeden Tag mit Rat und Tat zur Seite. Dafür hat sich der Bützower jetzt mit einer besonderen Geste bedankt: Er wandte sich an die Bützower Zeitung und schlug vor, seine Eltern im Zuge der Aktion „Wir öffnen Türchen“ zu überraschen. Gesagt, getan.

Waltraud und Wolfgang Ehlers wussten nicht recht, wie ihnen geschah, als ihr Sohn mit Reporterin im Schlepptau bei ihnen vorbeikam. Der Schock war schnell überwunden und Ronny Ehlers konnte loswerden, was ihm auf dem Herzen lag: „Ihr seid immer für mich da, unterstützt mich bei allen Behördengängen, fahrt mit mir zum Arzt, dafür bin ich euch sehr dankbar.“ Waltraud Ehlers bedankte sich ihrerseits mit einer Umarmung bei ihrem Sohn, aber nicht ohne zu betonen, dass es eigentlich nicht nötig gewesen wäre. „Er bedankt sich auch sonst immer bei uns“, erzählte sie.

Für Ronny Ehlers ist die Hilfe seiner Eltern dagegen keineswegs selbstverständlich. Er leidet noch heute an den Folgen der Straftat, der er vor 20 Jahren zum Opfer fiel. Die darauffolgende Gerichtsverhandlung und unzählige Beurteilungen von Ärzten hätte er allein nicht durchgestanden. Lange Jahre standen Behördengänge an, die bei der gesamten Familie Spuren hinterlassen haben. „Anträge für die Reha oder Frührente sind sehr kompliziert und werden in der Regel abgeschmettert. Für uns war es ein langer Kampf“, erzählte Wolfgang Ehlers. Für ihn steht fest: „Es ist der Hauptverdienst meiner Frau, dass am Ende alles doch geklappt hat.“

Das Schicksal ihres Sohnes mitzuschultern war für Waltraud Ehlers nicht einfach. Unterstützung suchte sie sich beim Weißen Ring. „Da haben wir immer Hilfe bekommen. Auch jetzt noch kann ich mich, wenn ich nicht weiter weiß, melden. Es ist immer jemand für mich da, ganz selbstlos“, erzählte Waltraud Ehlers.

Auch wenn Waltraud und Wolfgang Ehlers eigentlich gar nicht so gern im Mittelpunkt stehen, gefreut haben sie sich doch über die Überraschungsaktion ihres Sohnes, der stets betonte, dass sich das Dankeschön an die gesamte Familie richtet, auch an seinen Bruder, der zwar einige Hundert Kilometer weit weg wohnt, aber dennoch immer ein offenes Ohr für ihn habe. „Ich kann ihn immer anrufen.“

Ronny Ehlers hat immer noch an seinen Erlebnissen zu knabbern, öffnet sich dem Leben aber mittlerweile wieder. Zu verdanken ist das auch seiner Hündin „Lady“, mit der er regelmäßig Streifzüge in Bützow und Umgebung unternimmt. Und auch am Fotografieren findet er Spaß. „Er hat ein gutes Auge für Motive“, bescheinigt ihm sein Vater, der als Vorsitzender des Fotoclubs „Nordlicht“ weiß, wovon er spricht.

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