Zernin : Eine Erinnerung vor dem Zerfall

Volker Frost-Ziegert (2. v. r.) ist Wehrführer in Zernin.
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Volker Frost-Ziegert (2. v. r.) ist Wehrführer in Zernin.

Künstlerin Gerlinde Burmeister schenkt Freiwilliger Feuerwehr Bild des alten Gerätehauses / Ehrenplatz im Schulungsraum

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19. Januar 2017, 09:00 Uhr

„Es wird einen ganz besonderen Platz im neuen Gerätehaus bekommen“, sagte Zernins Wehrführer Volker Frost-Ziegert während der jüngsten Jahreshauptversammlung. In den Händen hielt er dabei ein Gemälde, auf dem das alte Gerätehaus abgebildet ist. Bei dem Bild handelt es sich um ein Geschenk der Zerniner Künstlerin Gerlinde Burmeister.

„Herr Frost-Ziegert sprach mich an und sagte, dass er gern ein Bild des alten Feuerwehrhauses hätte“, erinnert sich Gerlinde Burmeister. Kein Problem, dachte sie sich. Anders könne sie der Feuerwehr schließlich nicht mehr helfen, aber malen kann sie – und das richtig gut. Ursprünglich wollte sie das Bild anhand eines Fotos des alten Löschhauses neben dem Teich malen. Doch Volker Frost-Ziegert trieb noch ein Foto vom Gebäude im Winter auf. „Da sich die Zerniner Feuerwehr einst im Winter gründete, erschien mir das passend“, erklärt Gerlinde Burmeister. Ein paar Tage beschäftigte sie sich mit dem Malen und übergab dem Wehrführer schließlich das fertige Werk.

Dass er und die Kameraden begeistert sind, drückte der Applaus während der Jahreshauptversammlung aus. „Wir halten davon natürlich sehr viel, sonst hätten wir ja gar nicht danach gefragt“, so Volker Frost-Ziegert. „Uns verbindet viel mit dem alten Gerätehaus, in dem wir bis 1997 unseren Dienst verrichtet haben, ohne Heizung, ohne alles.“

Seither nagt der Zahn der Zeit am alten Gerätehaus. Da kein Geld dafür übrig sei, werde es laut Frost-Zieget zwangsläufig zu einer Ruine. „Und bevor es ineinander zerfällt, wollten wir etwas haben, um es in Erinnerung zu behalten.“

Seinen neuen „Ehrenplatz“ hat das Bild von Gerlinde Burmeister nun im Schulungsraum des Gerätehauses bekommen, gut sichtbar für alle Kameraden und Gäste.

Wer weitere Bilder der Zerniner Künstlerin sehen möchte, kann dies in der Pfarrscheune. Um die 100 Werke von ihr sind dort präsentiert. „Ich möchte festhalten, was ich alles in der Region sehe“, sagt die Künstlerin. Besucher werden viele Sehenswürdigkeiten wiedererkennen. Derzeit sind winterliche Motive ausgestellt. Im Frühjahr werden die Bilder dann der Jahreszeit entsprechend ausgetauscht.

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