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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 09:42 Uhr

Klein Sien : Eine Blume für die Gesundheit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Naturheilpraktikerin Sylvia Gropp über den Purpursonnenhut

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Das Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor Krankheitserregern zu schützen. Natürlich kann es diese Aufgabe nur dann erledigen, wenn es selbst stark und unantastbar ist. Wenn wir also gesund und munter durch den Herbst und Winter kommen möchten, dann sollten wir ganz bedacht unser Immunsystem stärken – und zwar jetzt.Dabei kann eine heimische Pflanze helfen.

Eine der wichtigsten immunstärkenden Heilpflanzen ist der Purpursonnenhut oder Echinacea purpurea, auch bekannt unter dem Namen Roter Sonnenhut. Der Sonnenhut aus der Familie der Korbblütler, dessen Blüte einem vor Sonne schützenden Hut mit breiter Krempe ähnelt, stammt ursprünglich aus Nordamerika. Von den dort lebenden Indianern wurde das Wissen um die besondere Heilkraft weitergegeben.

Echinos kommt aus dem Griechischen und heißt Igel. Wie ein stachelbewehrter Igel präsentiert sich die Blüte, wenn sie beim Aufblühen ihre Blütenblätter nach oben ausrichtet – zur Abwehr bereit wie ein Igel. Und wehrhaft ist der Sonnenhut in der Tat. Er steigert die natürlichen Abwehrkräfte, erhöht die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die wir zur Abwehr von Bakterien, Pilzen und Viren brauchen, wirkt antientzündlich und antiinfektiös.

Seine Wirkkraft besitzt er hauptsächlich in den Blüten, etwas vermindert auch im Kraut. Die Pflanze wird geerntet wenn sie in voller Blüte steht. Aber Achtung: Beim Trocknen verliert sie ihre immunstärkenden Eigenschaften. Deshalb steht sie als Tee nicht zur Verfügung, außer, man erntet sie ganz frisch im eigenen Garten. Ansonsten stehen Frischpflanzenpressäfte, Tinkturen oder Salben zur Verfügung, die man selber herstellen kann oder in der Apotheke kauft. Eingenommen werden die Echinacea-Präparate nicht als Dauermedikation, sondern kurmäßig als Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten, Blasenentzündungen und Stärkung des Immunsystems.

Aber auch wenn die ersten Anzeichen eines Infektes da sind, kann man den Sonnenhut nutzen, um die Erkältung zu begrenzen.

Da die Aktivierung des Immunsystems bereits über die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes beginnt, sollte man Echinacea-Präparate einige Zeit im Mund behalten, ehe man sie runterschluckt. So erhält man die optimale Wirkung.

Was kann außerdem getan werden, um sich zu stärken? Es kann beispielsweise der Tagesablauf mit wenig Aufwand gesundheitsfördernd angepasst werden. Folgende Dinge sollten beachtet werden:

• viel Obst und Gemüse essen, am besten heimisches, leicht angedünstet (im Moment fängt wieder die Rüben- und Kohlsaison an)

• Wechselduschen am Morgen und ein schönes Fußbad am Abend. Das macht nicht nur warme Füße für die Nacht, sondern bringt eine so wohlige Entspannung, dass man „wie ein Baby“ schläft

• Morgens ein Glas warmes Wasser mit einem Spritzer Zitrone trinken. Das hat viel Vitamin C und wirkt sehr basisch auf unseren Körper.

• „Omas Hühnerbrühe“. Kaufen Sie sich ein gutes Huhn, köcheln Sie es ruhig zwei Stunden lang mit Gemüse und Gewürzen und trinken Sie jeden Tag zwei Tassen Brühe davon. Das Immunsystem wird es danken.

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