Bützow : Eine Ausstellung zum Erholen

Dieses Stillleben ist das jüngste Werk Zettiers und enstand an Neujahr.
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Dieses Stillleben ist das jüngste Werk Zettiers und enstand an Neujahr.

Bilder von Horst Zettier gibt es ab dieser Woche in Hartfil’s Hof zu sehen / Die Vernissage findet am Dienstagabend statt

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10. Januar 2016, 16:44 Uhr

Am Dienstagabend beginnt im Galerie-Café von Hartfil’s Hof die Ausstellung „Landschaften und Stillleben“. Erneut sind Werke des Künstlers Horst Zettier zu sehen. Jedoch folgen auf die Bilder voller Zerstörung und Verzweiflung, die nach dem Tornado entstanden und diesen verarbeiteten, nun freundlichere Motive.

Edward Hartfil hatte ganz bewusst erneut den Bützower angesprochen, um die Zusammenarbeit fortzusetzen. Unter anderem, „weil es so gut lief mit der Torando-Ausstellung“, weiß Zettier.

Bis auf zwei Ausnahmen entstanden die Bilder der Ausstellung in den vergangenen zwei Jahren und zeigen nur einen kleinen Einblick in das Schaffen des Bützowers. Ein Stillleben, das eine appetitlich angerichtete Dorade zeigt, stammt sogar schon aus dem neuen Jahr. Es entstand am Neujahrstag und weckt Erinnerungen an den Silvesterschmaus.

So schnell entstehen jedoch nicht alle seine Kunstwerke, erzählt Horst Zettier im Gespräch. „Das ist ganz unterschiedlich“, so der Künstler. Manche entstünden in zwei Tagen – „ab und zu ist ein Stück Nacht mit dran“, sagt er und lacht. Andere unfertige Bilder stelle er wieder weg und male später daran weiter.

In der Galerie im ersten Geschoss des Cafés sind 26 Aquarelle und Acrylbilder zu sehen.

Vor allem mit Aquarellfarbe malt der 79-Jährige gern und viel. Seinen ersten Aquarellkasten schenkte ihm 1953 seine damalige Verlobte (und heutige Frau) zu Weihnachten. „Den habe ich noch“, sagt er stolz. 1982 zählte er einmal seinen Bestand und hatte damals bereits 800 Aquarelle gefertigt. Doch auch die Jahre davor war er alles andere als untätig. „Ich male, seit ich denken kann.“

Die Besucher der Ausstellung erwarten vor allem Landschaftsbilder, aber auch Stillleben und Situationen aus dem Leben, wie ein Skatspiel in der Kneipe oder einen Fischer mit seiner Ware.

An Ideen mangelt es dem Künstler auch nach vielen Jahren nicht. „Die Motive laufen doch rum“, erzählt er. Inspiration finde er zudem immer wieder im Rühner Laden oder auf Reisen und beim Beobachten seiner Mitmenschen.

Die Bilder für die Landschafts-Ausstellung wählte Edward Hartfil selbst aus: Danach, „was meinem Gesmack entspricht – angefangen bei Bützow bis hin zur Insel Rügen.“

Mecklenburgische Motive kommen dabei nicht zur kurz. Wer Küste und Wasser mag, wird sicher schnell ein Lieblingsbild finden. „Ich hoffe, dass es Motive sind, die die Menschen ansprechen. Sie sollen kommen und sich erholen“, so Hartfil weiter.

Auch künftig will er weiter Ausstellungen in sein Haus holen und hält an seinem bisherigen Konzept fest. Denn Künstler aus der Region, die eben jene auch darstellen, sind in dem Galerie-Café willkommen. Das gilt auch für Künstler, die bisher noch keine Ausstellung hatten und sich in seinen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren wollen.

„Sicher, ich werde auch mal eine ganz andere Ausstellung machen. Kunst ist sehr vielfältig“, so Hartfil.

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