Prof.-Franz-Bunke-Schule : Ein tierischer Ausflug

Muh! Schüler aus Schwaan sowie italienische Austauschschüler besuchten den Meiners’schen Hof.
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Muh! Schüler aus Schwaan sowie italienische Austauschschüler besuchten den Meiners’schen Hof.

Schüler aus Schwaan und italienische Austauschschüler auf dem Meiners’schen Hof in Horst / Parallel Kunstprojekt

svz.de von
11. Mai 2017, 12:00 Uhr

Seit einigen Tagen hat die Prof.-Franz-Bunke-Schule Schwaan Besuch aus Italien (SVZ berichtete). Im Rahmen des Projektes „stop the climate change“ (Stoppt den Klimawandel) führten die Austauschschüler gemeinsam mit den Schwaanern zwei Teilprojekte durch. Eine Gruppe setzte sich mit dem Thema Umwelt künstlerisch auseinander, die andere Gruppe schaute sich den Meiners’schen Hof in Horst bei Bützow an und ging dort mit den Kühen auf Tuchfühlung.

Klar, Milch aus der Tüte kennt jeder. Aber wie kommt sie da überhaupt hinein und was ist dafür alles nötig? Das war eine Frage, der die Italiener und Schwaaner auf dem Bauernhof nachgegangen sind. Einige trauten sich sogar, selbst einmal Hand anzulegen, die Kuh beim Euter zu packen und sich beim Melken zu versuchen. Gar nicht so einfach. Dorothee Hobel-Meiners und Stefanie Ahrens gaben Hilfestellung.

Viele Schüler nutzten die Gelegenheit und sind mit den Tieren auf Tuchfühlung gegangen. Die neugierigen Kühe steckten ihre Köpfe durch die Gitter und ließen sich die Nase streicheln. Der Niedlichkeits-Faktor der Kälber kam noch dazu.

Laut Lehrerin Maren Lüth stand der Ausflug zum Bauernhof unter der Frage „Wie wird unser Essen produziert?“. Als Umweltschule sei der Blick auf Ökologie und Nachhaltigkeit selbstverständlich. „Wir wollen die Schüler auch dahin bringen, Lebensmittel auch selbst herzustellen, wie Wurst oder Marmelade.“ Auch das Mensa-Essen, das im geplanten Campus der Generationen serviert werden soll, soll regional ausgelegt sein. Laut Maren Lüth sei täglich frisches Essen geplant. Mit kurzen Wegen und Nachhaltigkeit wolle die Schule einen Beitrag für die Umwelt leisten.

Mit dem Klimawandel und damit verbundenen Fragen befassten sich nicht nur die Schüler auf dem Bauernhof. Die zweite Gruppe setzte sich mit dem Thema künstlerisch auseinander. Der Grund: „Da die Schule den Namen Bunke trägt, fühlen wir uns der Kunst verpflichtet“, erklärt Maren Lüth. Die Italiener und Schwaaner fertigten bunte Banner an und bedruckten diese mit Botschaften und Figuren. Später, als die Bauernhof-Gruppe dazugestoßen war, wurden die Banner gemeinsam hinter der Kunstmühle in den Bäumen des Lebensbaumkreises befestigt, wo sie jetzt im Wind wehen. 22 Bäume wurden geschmückt – übrigens von der Klasse, die den Baumkreis seinerzeit auch angelegt hatte.

Um das Thema „Grün und Blau“ fortzusetzten, sind noch weitere gemeinsame Projekte geplant. Der Besuch des Ozeaneums und der Ostsee sind nur zwei Beispiele. „Ein schönes Projekt, wir sind überglücklich“, freut sich Maren Lüth. „Wir sind der Kirche sehr dankbar.“ Die Kirche hat nämlich erst ermöglicht, dass der Schüleraustausch zustande kam und sich die Schwaaner entsprechend gemeinsam mit den Italienern den Projekten hingeben können und konnten. (SVZ berichtete).

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