Schwaan : Ein Leben für die Feuerwehr

Das Titelfoto des Buches ist rund 40 Jahre alt und zeigt den jungen Feuerwehrmann.
Das Titelfoto des Buches ist rund 40 Jahre alt und zeigt den jungen Feuerwehrmann.

Gestern feierte Amtswehrführer Karl-Heinz Stiehm seinen 65. Geburtstag / Wehren wählen am Donnerstag seinen Nachfolger

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10. November 2015, 10:00 Uhr

Am Sonnabend noch war Karl-Heinz Stiehm als Amtswehrführer im Einsatz, als sich die Wehren in Schwaan zu ihrer großen Herbstübung trafen (SVZ berichtete). Gestern waren die Blauröcke schon wieder gefordert. Einsatzort: das Umschulungs- und Ausbildungszentrum (AUZ) in Schwaan. Dort gab Karl-Heinz Stiehm einen kleinen Empfang zu seinem 65. Geburtstag. Der Kreis schließt sich nach mehr als 50 Jahren für die Feuerwehr. Am Donnerstag werden Kameraden des Amtes einen neuen Amtswehrführer wählen. „Dann möchte ich nur noch als Ehrenmitglied der Feuerwehr die Treue halten“, erklärte der gebürtige Schwaaner.

Bei der kleinen Geburtstagsfeier gestern im AUZ wurden noch einmal manche Episoden aus dem Leben des Feuerwehrmanns Karl-Heinz Stiehm lebendig. Angefangen hatte alles mit einem Feuer einer Strohmiete in der Rostocker Straße. „Wir waren beim Angeln, hatten aber auch geraucht“, erinnert sich Stiehm. Ob das der Grund für den Brand war und wer den letztlich verursacht hatte? Das wurde nie ganz geklärt. „Aber mein Vater sagte zu mir damals: Nun geht mal in die Jugendwehr, damit ihr was ordentliches lernt.“ Damit war der Weg vorgezeichnet. Bereits mit 16 Jahren durften die Wehrleute seinerzeit in den aktiven Dienst eintreten. Einmal habe es am Tage einen Feueralarm gegeben. „Wir sind nichts wie weg. Raus aus dem Unterricht“, erzählt der Jubilar und lacht. Zurückgehalten wurden sie nicht, doch anschließend gab es eine Aussprache. „Einsätze während der Schulzeit gab es nie wieder.“

Stiehm lernte Elektromonteur in der Firma Hennings in Schwaan, ging dann aber zur Berufsfeuerwehr nach Güstrow. 1973 folgte die Ausbildung an der Feuerwehrschule in Magdeburg zum Brandschutz-Ingenieur. Anschließend wechselte der zweifache Familienvater von der Berufsfeuerwehr in die Kreisverwaltung, in den Bereich Brandschutz, zunächst in Bützow, später dann nach der Wende und der ersten Kreisgebietsreform 1994 in Bad Doberan. Im gleichen Jahr übernahm Stiehm dann auch das Ehrenamt als Amtswehrführer des Amtes Schwaan aus den Händen von Adam Kretschmer, der gestern zu den Gratulanten gehörte.

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, bin viel rumgekommen. Es war eine geut Zeit“, resümiert Stiehm. Nun möchte er sich mehr privaten Dingen widmen. Da ist der Kleingarten, ein Hund und „ich gehe auch noch ein wenig angeln“. Nun darf er in naher Zukunft aber gemeinsam mit seiner Frau Hannelore in die Luft gehen. Die Kameraden der Amtswehren haben den Stiehms eine Luftballonfahrt geschenkt. „Ich finde das toll“, sagt Hannelore Stiehm, mit der der 65-Jährige seit 40 Jahren verheiratet ist. „Das wir uns kennengelernt haben, daran ist auch die Feuerwehr schuld“, verrät Karl-Heinz Stiehm. In Dolgen am See gab es ein Ferienlager. Da habe die Feuerwehr immer die Rettungsschwimmer gestellt. „Und meine Frau war dort als Betreuerin.“

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