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Agrargenossenschaft Jürgenshagen : Ein junger Mann an der Spitze

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Neuer Geschäftsführer: Michael Constien übergibt Staffelstab an Sebastian Grünberg

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Er ist das Gesicht der Agrargenossenschaft Jürgenshagen – Michael Constien. Nach 30 Jahren an der Spitze tritt er nun zurück. „Aus alters- aber auch aus gesundheitlichen Gründen“, sagt der 63-Jährige. Den Staffelstab hat Sebastian Grünberg übernommen. Der 26-Jährige kam im Mai vergangenen Jahres in das Unternehmen, hat nach einem halben Jahr Probezeit nun die Aufgabe des Geschäftsführers übernommen. Zugleich wurde eine engere Zusammenarbeit mit dem Gut Hohen Luckow vereinbart. „Die Agrargenossenschaft Jürgenshagen bleibt aber eigenständig“, betont Jochen Walther vom Gut Hohen Luckow.

1987 begann Michael Constien als Betriebsleiter in der damaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Dann kam die Wende und mit ihr die gravierenden Veränderungen in der Landwirtschaft. Die Agrargenossenschaft Jürgenshagen wurde gegründet, feierte im vergangenen Jahr das 25-jährige Bestehen. Das Unternehmen habe sich am Markt behaupten können, sagt Constien. Nach wie vor setze man auf die Veredlung der hier erzeugten landwirtschaftlichen Produkte. Zwei wichtige Entscheidungen seien dabei der Neubau eines Kuhstalls im Betriebsteil Hoppenrade im Jahr 2010 sowie der Bau der Biomethananlage zwei Jahre später. Insgesamt bearbeitet das Unternehmen 2700 Hektar landwirtschaftliche Fläche. „Dabei gibt es einen hohen Anteil an Grünland für die Milchproduktion“, sagt Jochen Walther. Hinzu kommen 850 Milchkühe. „Wir sind 1991 mit 45 Mitarbeitern gestartet, heute sind wir immer noch 43“, sagt Michael Constien. Diese Konstanz spreche für die Genossenschaft.

Für Nachfolger Sebastian Grünberg biete die Landwirtschaft attraktive Arbeitsplätze. Er selbst, in einem Dorf bei Potsdam aufgewachsen, habe von der Pike auf die Landwirtschaft erlernt, unter anderem in Neubrandenburg und an der Uni in Göttingen. Praktika und Ferienarbeit führten in die Region. „Ich habe so mein Studium finanziert“, sagt Grünberg. Unter anderem damit, dass er Technik präsentierte. „So bin ich mit einem Mähdrescher nach Jürgenshagen gekommen, habe hier auch gleich mal 15 Hektar abgemäht. Auf einmal saß Michael Constien neben mir auf dem Beifahrersitz“, erinnert sich der 26-Jährige. Constien habe ihn gefragt, ob er sich eine Zukunft in der Agrargenossenschaft vorstellen könnte. Das alles liege jetzt eineinhalb Jahre zurück.

Nun geht der Blick nach vorn. Denn für Sebastian Grünberg steht fest, Landwirtschaft ist für die Menschen vor Ort da. „Wenn die Menschen hier gut leben wollen, brauchen sie hier auch Arbeit“, sagt der Geschäftsführer. „Die bieten wir.“ So suche die Genossenschaft für dieses Jahr auch noch einen Azubi.

Eine weitere wichtige Aufgabe, die das Unternehmen angehen will, betrifft den Gülletransport. Der soll zum großen Teil von den Straßen runter. Dafür plant die Agrargenossenschaft den Bau eines Leitungssystems. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, haben zwölf Kilometer Leitungen verbaut“, sagt Jochen Walther. Das schone nicht nur die Straßen, sondern sichere auch eine gleichmäßigere Ausbringung der Gülle. „Es gehört zum Kreislauf der Natur dazu“, ergänzt Sebastian Grünberg. Die Agrargenossenschaft werde sich jetzt an die Projektierung und die Umsetzung des Vorhabens machen.

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