Bilanz 2015 : Ein intensives Jahr für Tarnower Brandschützer

Heinrich Burmeister (4.v.l.) wurde für 70 Jahre in der Feuerwehr mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt und stellte sich dem Fotografen gemeinsam mit Sven Prignitz (stellv. Ortswehrführer), Mathias Gundlach (Ortswehrführer), Ingo Sander (Bürgermeister/v.l.) sowie Kreisbrandmeister Mayk Tessin und Christian Gundlach (Ehrenmitglied).
Heinrich Burmeister (4.v.l.) wurde für 70 Jahre in der Feuerwehr mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt und stellte sich dem Fotografen gemeinsam mit Sven Prignitz (stellv. Ortswehrführer), Mathias Gundlach (Ortswehrführer), Ingo Sander (Bürgermeister/v.l.) sowie Kreisbrandmeister Mayk Tessin und Christian Gundlach (Ehrenmitglied).

13 Einsätze auch im Nachbaramt Güstrow-Land / Mathias Gundlach als Wehrführer im Amt bestätigt

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13. Januar 2016, 15:00 Uhr

Mathias Gundlach steht auch weiterhin an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Tarnow. Der 37-Jährige wurde auf der Jahreshauptversammlung der Blauröcke für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Eine besondere Ehrung gab es für das Ehrenmitglied der Wehr, Heinrich Burmeister.

Die Kameraden der Tarnower Wehr blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. „Mit 13 Alarmierungen hatten wir knapp doppelt so viele Einsätze wie im Jahr zuvor“, resümiert Gundlach. Und es waren zum Teil Rettungseinsätze „die es in sich hatten“. Der Wehrführer erinnert an den Brand einer Scheune in Langensee. „Wir waren als erste Wehr vor Ort und konnten verhindern, dass das Feuer auf ein Wohnhaus überspringt“, erzählt Gundlach. Das Feuer sei so heiß gewesen, dass sogar Schutzkleidung geschmolzen sei. Ebenfalls über Stunden im Einsatz waren die Tarnower Blauröcke bei einem Wohnhausbrand in Gerdshagen. Sowohl Langensee, als auch Gerdshagen liegen im Amt Güstrow-Land. „Da wir aber die einzige Wehr mit einem Tanklöschfahrzeug sind, werden wir bei solchen Großereignissen mit alarmiert“, erklärt Mathias Gundlach. Das sei auch wichtig, denn auf dem Lande gäbe es nicht ein so dichtes Hydrantennetz. „Und erst eine Löschstrecke von einem Teich aufbauen, da vergehen mitunter wertvolle Minuten“, macht der Wehrführer deutlich. Gerufen wurden die Kameraden auch zur Unterstützung beim Wohnhausbrand in Bützow, bei dem ein Mann starb. „Solche Einsätze sind hart. Da ist es wichtig, dass wir danach darüber sprechen“, sagt Gundlach. Nicht zuletzt waren die Kameraden der Tarnower Wehr auch nach dem Tornado in Bützow mit im Einsatz.

Bei manchem dieser Einsätze seien die Kameraden an ihre Grenzen gestoßen. „Aber egal, wann und wohin man uns rief, wir waren immer zur Stelle, und konnten durch schnelles Handeln oft Schlimmeres verhindern“, blickt Gundlach zurück. Damit das auch so bleibt, müsse man sich aber in der kommenden Zeit Gedanken machen, wie es mit den Einsatzfahrzeugen weiter geht. Alle vier Fahrzeuge sind älter als 24 Jahre, das Löschfahrzeug ist sogar schon 46 Jahre alt. „Jedes Jahr fallen mittlerweile Reparaturen an. Bei unserem Tanklöschfahrzeug mussten wir zum Beispiel den Motor abdichten. Diese Reparaturen werden sicherlich nicht weniger“, sagt der Wehrführer. „Um unsere Einsatzbereitschaft aufrecht zuerhalten, ist es in den nächsten Jahren nötig, ein neues Fahrzeug zu beschaffen.“

Nach wie vor kann die Tarnower Wehr auf eine starke Einsatzgruppe zurückgreifen. Auch wenn drei Kameraden ihren Dienst in Tarnow quittieren müssen, weil sie umgezogen sind, gibt es derzeit insgesamt 33 aktive Kameraden, darunter vier Frauen. Dazu gehört unter anderem Kristin Stolte, die gemeinsam mit Marc Stübe neu in die Reihen der Wehr aufgenommen wurden.

Eine besondere Ehrung aus den Händen von Kreisbrandmeister Maik Tessin konnte Heinrich Burmeister entgegen nehmen. Er erhielt das Ehrenzeichen der Feuerwehr am Bande für seine 70-jährige Mitgliedschaft bei den Blauröcken.

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