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Bützower Zeitung

21. November 2017 | 03:51 Uhr

Bützow : Ein Haus voller Dackelwelpen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Kristin Sugge liebt ihre kleinen Vierbeiner und züchtet in ihrer Freizeit Kaninchen- und Zwergdackel

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 20:45 Uhr

Sechs quietschfidele Welpen halten seit Wochen Kristin Sugge auf Trapp. Nichts ist vor den kleinen Vierbeinern sicher, die alles anknabbern, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Kaninchendackel gehören zur kleinsten Dackelrasse und haben auch im Erwachsenenalter einen Brustumfang von weniger als 30 Zentimeter. Polly, Paddy, Pepe und ihre Geschwister sind der 16. Wurf, der in Wolken zur Welt kam. „Solange ich denken kann, haben wir Dackel – das liegt uns im Blut“, sagt Kristin Sugge, die in ihrer Freizeit Dackel züchtet. Geplant sei das allerdings nicht gewesen, auch wenn das Grundstück reichlich Platz für die Vierbeiner bietet.

Elfriede brachte die Zucht ins Rollen

Angefangen habe alles mit „Elfi“, einem Dackel den ihr Vater Reinhard Sugge eines Tages mitgebracht hatte. Elfriede sei zunächst sehr ängstlich gewesen, aber es dauerte nicht lange, da vergrößerte sich die Dackelfamilie auf dem Wolkener Hof. Denn Elfi und Kristin Sugges Rüde verstanden sich ein wenig zu gut. „Dann hatten wir sieben kleine Zwerge“, erinnert sich die 38-Jährige.

Plötzlich wurde das Haus zum Welpen-Kindergarten für rot-getigerte, schwarze und bunt gefleckte Hündchen. „Ich habe mich direkt verliebt“, sagt Kristin Sugge. Das war vor fast zehn Jahren. 2009 kaufte die Familie dann die Hündin Bali von einer internationalen Ausstellung in Prag. Mit dem Kurzhaardackel begann die eigentliche Zucht. „Sie ist jetzt aber in Rente“, erklärt Sugge.

Mit ihren fünf Hündinnen sei jährlich bis zu zehn Mal Nachwuchs möglich. „Ich kenne einige Züchter, wo ich ab und zu mal einen Hund zu uns hole“, erklärt sie. Doch wolle sie ihren Hunden ein tiergerechtes Leben ermöglichen. „Für mich ist das ein Hobby. Es ist viel Arbeit“, sagt sie und betont: „Im Höchstfall haben wir drei Würfe. Man darf die Kosten, die damit verbunden sind, nicht unterschätzen. Man kann nicht davon leben.“

Im vergangenen Jahr reduzierte die Wolkenerin krankheitsbedingt stark die Zahl ihrer Hunde von zwölf auf sechs Tiere. Umso wichtiger sei ihr, ihre Schützlinge in gute Hände zu geben.

Hund und Herrchen müssen sich mögen

„Es bekommt nicht jeder einen Hund“, sagt sie ganz klar. Ein vorheriges Kennenlernen – vor allem von Tier und potentiellem Besitzer – ist Pflicht. „Es muss harmonieren.“ Wer sich auf ihrer Webseite in einen Welpen verliebt, muss quasi zum Bewerbungsgespräch. Denn die Kleinen haben in Sachen Herrchen auch ein wenig mitzureden. „Die Frage, wohin gebe ich das Tier, ist Teil der Züchterverantwortung“, sagt die 38-Jährige. Dazu gehören auch eine artgerechte Haltung und Zucht. So werden die Tiere gechippt, geimpft und regelmäßig entwurmt. Die Welpen könnten mit acht Wochen abgegeben werden, bleiben häufig aber zwei bis vier Wochen länger in Wolken. „Das entscheiden wir je nach Entwicklung“, erklärt Kristin Sugge.

„Die erwachsenen Hunde sind auch gengetestet“, fügt Sugge an. Denn nicht alle Rassen dürfen gekreuzt werden. „Da gibt es gewisse Kriterien, die man beachten muss.“ Am Ende zähle, dass die Tiere und ihre Halter zufrieden sind. „Es ist schön, wenn die Familien glücklich sind.“

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