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Bützower Zeitung

21. Oktober 2017 | 08:52 Uhr

Bützow : Ein-Euro-Jobs heute wie Goldstaub

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Trübe Aussichten für den zweiten Arbeitsmarkt / Nur sieben neue Ein-Euro-Jobs für das ganze Amt Bützow

svz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 16:41 Uhr

Trübe steht es um die Zukunft des zweiten Arbeitsmarktes. So schätzt es Birgit Czarschka, Geschäftsführerin der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BGQ) Bützow ein. „Die Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt sind komplett runtergefahren“, stellt sie fest. Mehr als mager ist, was ihr für die nächste Zeit an Beschäftigungsmaßnahmen für Arbeitslose in Aussicht gestellt wurde.

Immer weniger wurden in den letzten Jahren die Ein-Euro-Jobs, mit denen sich die Langzeitarbeitslosen ein halbes Jahr lang in 20 Stunden pro Woche jeweils 1,15 Euro pro Stunde dazuverdienen konnten. „Ein-Euro-Jobs werden heute gehandelt wie Goldstaub“, sagt Birgit Czarschka. Sie weiß, wie gefragt diese zusätzliche, wenn auch nur geringe Einnahmequelle bei denjenigen ist, die sich schon seit langem nur mit Arbeitslosengeld II über Wasser halten müssen.

„Nicht jeder hat eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt und ist in der Lage, sich dem Druck dort zu stellen. Deshalb darf der Staat auch diejenigen nicht aus dem Auge verlieren, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht bestehen können. Dafür hat der Staat auch eine soziale Verantwortung“, findet die BQG-Chefin.

Heute gibt es bei der BQG Bützow nur noch 17 Ein-Euro-Jobs. Das ist nur noch die Hälfte vom letzten Jahr und nur noch ein Viertel aus dem Jahr davor. Es geht also rapide bergab.

Gerade hat Birgit Czarschka die Zahlen über die bewilligten Stellen für die nächsten Monate bekommen. Und diese sind beschämend: „Für das ganze Amt Bützow-Land wurden für die nächsten Monate nur sieben Ein-Euro-Stellen zur Verfügung gestellt“, sagt sie.

Übrig bleibt dann nur noch der Bundesfreiwilligendienst für 12 bis maximal 18 Monate. Beim BQG gibt es 16 solcher „Bufdi“-Stellen, bei denen sich in M-V Hartz IV-Empfänger 200 Euro im Monat dazu verdienen können. Doch auch hierbei steht die Ampel auf Rot: „Es werden keine neuen Bufdi-Stellen dazu kommen“, weiß Birgit Czarschka.

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in unserer Dienstag-Ausgabe.

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