Latzhosenduell Neuendorf : Ein Dorf im Fußballfieber

Jubel der Sieger: Firmenchef Peter „Trapattoni“ Kramer reckt den Schraubstockpokal in die Höhe und jubelt mit seinen Jungs.
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Jubel der Sieger: Firmenchef Peter „Trapattoni“ Kramer reckt den Schraubstockpokal in die Höhe und jubelt mit seinen Jungs.

8. Auflage des Latzhosenduells wurde am Herrentag wieder zu einem großen Zuschauermagnet. Schraubstockpokal geht an die „Blauen“

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26. Mai 2017, 20:45 Uhr

Wenn die Dorfstraße in Neuendorf von unzähligen Autos gesäumt ist, wenn das Publikum mit Fahrrädern, hoch zu Ross oder in geschmückten Kremsern anreist, wenn einige Einwohner am frühen Morgen noch einmal zur Harke greifen und ihre ohnehin schönen Vorgärten „richten“, dann kann das nur eins bedeuten: Neuendorf lädt zum Latzhosenduell ein.

So war es auch am Herrentag 2017. Nach einem Jahr Pause wurde zur 8. Auflage des Latzhosenduells – ein Fußballspiel zwischen Landwirten (grüne Latzhosen) und Landmaschinenschlossern (blaue Latzhosen) eingeladen. Ohne Zweifel ein Anziehungspunkt in der Region.

Die Mitglieder des Kulturvereins und weitere Helfer, die diesen Tag organisieren, waren schon früh auf den Beinen. Zelte und Sitzgelegenheiten wurden aufgebaut, die Spielfläche noch einmal abgekreidet, die Grills angeheizt. Mitglieder des Vereins der Miniaturstadt unterstützten in diesem Jahr mit Spielangeboten für die jüngsten Besucher.

Als 2009 zum ersten Mal Firmenchef Peter Kramer die Landwirte zum nicht ganz ernst gemeinten Kick herausforderte, ahnte keiner, dass die Veranstaltung so einschlagen würde. So ließ es sich Juniorchef Oswald Kramer nicht nehmen, den Schraubstockpokal persönlich ins Stadion zu bringen. Hartmut Kühn vom Kulturverein hatte sich als Schiedsrichter wieder besondere Spielregeln ausgedacht. So begann das Match mit einem Neun-Meter-Schießen. Jedes Team durfte fünfmal ran. Jedoch wurde nicht der Schütze sondern immer der Torwart gewechselt. Zwischenergebnis: 0:0.

Dann geht es los mit dem Spiel und den Schiedsrichterassistenten „Acki, der Abschlepper“, einem Unternehmer aus Neuendorf, und „Otto, die Sirene“, einem Feuerwehrmann, an den Seitenlinien. Plötzlich zückt der Schiedsrichter die blaue Karte. Für eine besonders gute Torwartparade bekam Landwirt Jens Lötter einen „Gute-Laune-Bär-Stempel“ auf die Hand gedrückt.

Nicht nur deshalb amüsierten sich die Zuschauer prächtig. Einmal mehr sorgten die Moderatoren DJ „Micha“ (Michael Lübke) und Horst Schlämmer alias Stefan Warncke für freche Sprüche und viel Unterhaltung. Nach einem 4:1-Rückstand holten die Landwirte noch einmal auf (4:4), um am Ende doch mit 4:5 den Kürzeren zu ziehen. Das ärgerte Landwirt Eckhard Meiners ein wenig: „Wir waren gar nicht so schlecht“, resümierte er. Doch am Ende war wie immer das Ergebnis ohnehin nur zweitrangig. Der Spaß zählte, und der kam auch bei der anschließenden Feier nicht zu kurz.

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