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Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 22:02 Uhr

Notfallsanitäter : Ein begehrter Beruf

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Zahlreiche Besucher informierten sich in Bützow über die Ausbildung

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In der DRK-Rettungswache in Bützow herrschte am Sonnabend reges Treiben. Grund war der Infotag, bei dem sich junge Menschen vom Beruf des Notfallsanitäters ein Bild machen konnten. „Wir sind angenehm überrascht davon, dass so viele gekommen sind“, sagte der Ausbildungsverantwortliche Thomas Bornier. Gemeinsam mit seinen Kollegen erklärte er den interessierten Besuchern alles über den Beruf, den es erst seit drei Jahren gibt.

Für Leon Micheel aus Jürgenshagen war die Veranstaltung besonders interessant. Der Neuntklässler weiß schon lange, dass er einmal einen Beruf in dieser Richtung einschlagen möchte. Der Wunsch habe sich durch die Schule ergeben. Dort habe er einen wöchentlichen Sanitäterkurs gehabt und Feuer gefangen, erzählte Vater Reiko, der Leon am Sonnabend begleitete. „Wir unterstützen ihn da voll und ganz und nehmen solche Informationstage gern mit“, so der Jürgenshäger. Auch Paul Bünger ist davon überzeugt, dass dieser Beruf etwas für ihn wäre. „Wir kommen aus der Nähe von Zarrentin und sind extra 150 Kilometer gefahren um uns das hier heute anzuschauen“, erzählte Vater Jan Bünger.

Um den Infotag für die jungen Besucher anschaulich zu gestalten, konnten diese sich auch in einem der Rettungswagen umschauen. Die Notfallsanitäter der Wache zeigten ihnen die Ausstattung und erklärten ihnen die verschiedenen Geräte. So lauschte Yannick Pascal Niemann gebannt, als ihm Georg Pätzel, Auszubildender im zweiten Lehrjahr, den Defibrillator vorführte. Diana Niemann, die ihren Sohn begleitete, zeigte sich begeistert von dem Angebot. „So etwas gab es zu meiner Zeit nicht allzu häufig“, sagte sie. Ihr Sohn könne sich noch nicht wirklich entscheiden, welchen Beruf er einschlagen möchte, deswegen würden sie sich überall informieren, wo es möglich ist. „Ich möchte, dass er am Ende etwas lernt, was ihn auch wirklich interessiert“, so Diana Niemann.

Für Oliver Ewert aus Tarnow ist die Entscheidungsfindung kein Thema mehr. „Ich habe heute schon meine Bewerbungsunterlagen dabei“, erklärte der Zehntklässler. Er finde es gut, dass die Rettungswache ihre Türen für Besucher öffnet, „da es viel besser ist, als sich nur im Internet über die Berufe zu informieren“. Auch er hat durch die Schule Lust auf einen Beruf wie diesen bekommen. Gemeinsam mit seinem Freund Tilman Schramm engagiert er sich im Schulsanitätsdienst. „Es ist mir auch bewusst, dass es Nachteile gibt. Man muss ja auch immer auf Abruf stehen. Aber es ist ein Beruf mit Zukunft und ich möchte einfach gern Menschen helfen“, betonte Oliver Ewert.

Karin Rhein, Leiterin der Rettungswache, freute sich über den Besucheransturm. „Wir sind total überrascht darüber und ziemlich zufrieden“, sagte sie.

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