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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 03:12 Uhr

Bützow : Ein Baum der Hoffnung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Eine Linde wurde am Mittwoch auf dem Kirchenplatz in Bützow gepflanzt. Es ist ein Zeichen der Hoffnung – drei Wochen nach dem verheerenden Tornado.

von
erstellt am 27.Mai.2015 | 20:56 Uhr

Eine Linde wurde gestern Abend kurz nach 19 Uhr auf dem Kirchenplatz in Bützow  gepflanzt. Es ist ein Zeichen der Hoffnung – drei Wochen nach dem verheerenden Tornado, der die Bützower Innenstadt verwüstete, setzten die Kirchengemeinde und Stadt  ein Zeichen der Zuversicht. Zum Gottesdienst und zur anschließenden Feier auf dem Kirchenplatz kamen  Betroffene ebenso wie Rettungskräfte, Helfer, Vertreter von Kirchen und Institutionen. „Besinnen und Danken“ – unter diesem Motto stand dieser Abend.

Ein Kerze steht am Eingang der Stiftskirche auf einem Scherbenhaufen aus Dachziegeln. Ein Symbol für das dramatische und für viele Bützower traumatisierende Ereignis, das die kleine Warnowstadt am Dienstag,  den 5. Mai, um 18.40 Uhr erfahren musste. Damals verdunkelte sich der Himmel. Dann fegte der Sturm mit seiner unbeschreiblichen, zerstörerischen Kraft durch die Innenstadt. „Was in Jahren aufgebaut worden war – in Minuten wurde es zerstört. Alle Pläne für die Zukunft – plötzlich völlig hinfällig“, daran erinnert der Schweriner Bischof Andreas v. Maltzahn nun an diesem Abend in der Stiftskirche. Manch einer fühle sich entwurzelt wie die umgebrochenen Bäume.

Doch nicht nur der neue Baum auf dem Kirchenplatz werde den Menschen neuen Halt geben. Auch die unbeschreibliche Solidarität, das Mitgefühl, das füreinander Einstehen von Menschen hier aus der Region aber auch aus der Ferne – das alles habe die zurückliegenden drei Wochen geprägt, habe vielen Menschen Mut gemacht, fanden sowohl Pastor Karl-Martin Schabow als auch Bürgermeister Christian Grüschow Worte des Dankes.  „Der Tag wird kommen, da wird Bützow wieder aufgebaut sein. Und Ihr Leben wird reicher sein, weil Sie die Erfahrung in sich tragen werden, dass Gemeinsinn und Gemeinschaft auch durch schwere Zeit tragen“, so  Bischof v. Maltzahn  in seiner Ansprache.

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