Bützow : Eigentümer müssen mehr zahlen

Rüdiger Barz, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Warnow-Beke, vor der Beke. Die linke Seite wurde gekrautet, die rechte bleibt in diesem Jahr unberührt.
Rüdiger Barz, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Warnow-Beke, vor der Beke. Die linke Seite wurde gekrautet, die rechte bleibt in diesem Jahr unberührt.

Wasser- und Bodenverband Warnow-Nebel verändert Satzung und Beitragsberechnung

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17. März 2016, 05:00 Uhr

Die Verbandsversammlung des Wasser- und Bodenverbandes Warnow-Nebel hat eine neue Satzung beschlossen. Für die Berechnung der Beiträge wurde damit zum Teil die Grundlagen geändert. Insbesondere geht es um die Bewertung der Grundstücke und darum, welcher Aufwand betrieben werden muss bei der Unterhaltung der Gewässer. Dabei werden versiegelte Flächen jetzt mit einem doppelt so hohen Aufschlag berechnet.

Der Verband ist unter anderem für 985 Kilometer Gräben verantwortlich. Davon sind 342 Kilometer verrohrt. Die Gewässerunterhaltung umfasst Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung von Gewässern. Ziel ist es, die wasserwirtschaftliche Funktion zu erhalten und zu verbessern. Der Verband wird dabei im Auftrag der 30 verbandsangehörigen Gemeinden tätig. Diese erhalten alljährlich dafür die Rechnung. Diese Kosten werden von den Gemeinden auf die Grundstückseigentümer umgelegt.

Bei der Kostenberechnung wird ein Grundbetrag von 6,80 Euro je Hektar und Berechnungseinheit angesetzt. Jedoch kommt jetzt ein zehnprozentiger Verwaltungskostenanteil hinzu. Somit werden dann je Hektar und Berechnungseinheit 7,48 Euro fällig.

Die Höhe dieser Berechnungseinheit ist jedoch sehr unterschiedlich. „Das hängt von der Nutzungsart ab und welche Zu- beziehungsweise Abschläge jeweils berücksichtigt werden“, erklärt Rüdiger Barz, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes. So werde zum Beispiel Acker-, Grün-, Garten- und Brachland ohne einen Zuschlag berechnet. Bei Gebäudeflächen, Straßen, Wegen und Plätzen, also versiegelten Flächen werde ein 100-prozentiger Zuschlag angesetzt – bisher galten hier 50 Prozent.

Mit der Satzungsänderung werde der erhöhte Aufwand berücksichtigt, der bei versiegelten Flächen notwendig sei. „Dort wo Wohnbebauung ist, kommen wir oftmals nicht so leicht an die Gräben heran wie auf einem Acker“, erklärt Rüdiger Barz. Auch der Einsatz von Maschinen sei in Dörfern und Städten nicht immer möglich. „Da geht manches nur in Handarbeit. Und Handarbeit ist teuer“, so der Geschäftsführer.

Die veränderte Verbandssatzung erfordert nun entsprechende Beschlüsse der Gemeinden, damit sie die Kosten auf die Grundstückseigentümer umlegen können. Steinhagen muss zum Beispiel in diesem Jahr rund 2000 Euro mehr aufbringen als 2015. In Bernitt sind es rund 4250 Euro mehr.

In Steinhagen fand am Dienstagabend der Beschluss zu Satzungen „über die Erhebung von Gebühren zur Deckung der Verbandsbeiträge [...]“ nur ganz knapp eine Mehrheit.

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