Förderverein Miniaturstadt : Dschungelcamp von Bützow

Auch bei schlechtem Wetter geht es für Birgit Czarschka auf der Baustelle des Walddorfes weiter.
Auch bei schlechtem Wetter geht es für Birgit Czarschka auf der Baustelle des Walddorfes weiter.

Der Kampf mit der Witterung wurde gewonnen, doch bis das Walddorf fertig ist, gibt es noch viel zutun

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28. November 2017, 05:00 Uhr

Die Baustelle am Walddorf neben der Miniaturstadt zieht sich seit geraumer Zeit in die Länge, doch Stagnation sucht man hier vergebens. „Der schwierigste Teil liegt nun endlich hinter uns“, sagt Birgit Czarschka, die Vorsitzende des Fördervereins der Miniaturstadt. Sie spricht vom Gießen der Fundamente für die Stützpfeiler der insgesamt acht Holzhütten, in denen später Schulklassen und Touristen unterkommen sollen. Die zunehmende Kälte hatte in den letzten Wochen das Abbinden des Betons in den Fundamenten bedroht und so galt es, schnell zu arbeiten.

Tatsächlich sind nun aber alle Fundamente fertig und die Holzpfeiler in ihnen befestigt. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Da sich der Bau so lange verzögert hatte und die Witterung so schlecht war, konnten mehrere der alten Eichenstämme, die als Pfeiler dienen sollten, nicht mehr als solche verwendet werden. Nun bekommt das morsche Holz allerdings als Unterschlupf für Insekten einen neuen Zweck. „Das war eine der Auflagen, die wir durch den Prüfsachverständigen vom Landkreis Rostock mitgeteilt bekommen haben“, erzählt Birgit Czarschka. Diese seien sehr vielfältig und umfassend und würden regelmäßig vom Prüfsachverständigen dokumentiert werden. Aus diesem Grund seien auch die Fundamente für die Stützpfeiler so anspruchsvoll gewesen. „Das ganze Dorf ist jetzt so stabil, da könnte ein Elefant drauf herumlaufen“, lacht die Projektleiterin. Der einst geplante Außenring um die Hütten herum sei deshalb jedoch wieder verworfen worden. Für den gesamten Weg Fundamente zu gießen, sei einfach zu umständlich. Wie man nun die restlichen Verbindungswege des Walddorfes angehen wird, bleibe noch abzuwarten. Im nächsten Schritt werden demnächst die Häuser im Stecksystem auf die Pfeiler gesetzt. Da die Einzelteile dafür alle schon bereitstehen, stellt das keine besondere Schwierigkeit mehr da.

Spätestens bis zum Kindertagsfest im Sommer nächsten Jahres soll das Dörfchen im Wald fertiggestellt werden. Schon vor kurzem, während der Nachtwanderung, haben Kinder bereits erste Blicke auf die Baustelle werfen dürfen. „Sie freuen sich drauf, wenn alles fertig ist“, sagt Birgit Czarschka. Ein Kind habe das Walddorf sogar schon als Dschungelcamp von Bützow bezeichnet. Erste Anmeldung von Besuchern, die sich naturverbunden einquartieren wollen, gibt es bereits. Die vierte Klasse der Regionalen Schule Bernitt wird nächstes Jahr während ihrer Projektwoche im Walddorf unterkommen. Von da aus werden sie zu verschiedenen Ausflügen nach Bützow und in die Region aufbrechen. Für Birgit Czarschka liegen die logistischen Vorteile ihres Projektes auf der Hand. „Die Bushaltestelle ist direkt nebenan und selbst, wenn man mal weiter weg möchte, ist der Bahnhof fußläufig leicht zu erreichen.“

Weitere Pläne und Termine für das Walddorf will der Förderverein im Zuge des Bützower Adventsmarkts am Wochenende bekannt geben.

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