Bützow : Dritter Platz bei „Jugend forscht“

Kultusminister Mathias Brodkorb interessierte sich beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ für die Ergebnisse, die Hannes Block, Johannes Uebel und Ludwig Ulrich (von rechts) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium zu Mikroplastik-Partikeln in heimischen Gewässern gefunden hatten.
Kultusminister Mathias Brodkorb interessierte sich beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ für die Ergebnisse, die Hannes Block, Johannes Uebel und Ludwig Ulrich (von rechts) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium zu Mikroplastik-Partikeln in heimischen Gewässern gefunden hatten.

Schüler vom Geschwister-Scholl-Gymnasium gewinnen mit Projekt über Mikroplastik-Partikel in Gewässern

svz.de von
17. März 2016, 21:00 Uhr

. Beim 26. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ haben Hannes Block, Johannes Uebel und Ludwig Ulrich vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow einen dritten Preis errungen. Die Nachwuchsforscher aus der Warnowstadt stellten ihr Projekt „Mikroplastik – nur ein Problem der Meere?“ vor. Beim Rundgang in der Rostocker Stadthalle interessierte sich auch Kultusminister Mathias Brodkorb für das Thema.

Begonnen hatte für die Drei alles im September 2014, als sie sich für das Projekt „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“ interessierten. Dabei betreut der Bildungsträger Bilse zurzeit 35 Projekte in neun Schulen des Landkreises Rostock und der Hansestadt Rostock. Bilse-Mitarbeiter Peter Schmedemann stellte den Schülern damals mehrere Themen zur Auswahl vor. „Der Mikroplastik-Müll hat unser Interesse sofort geweckt. Wir mussten uns am Anfang durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Beiträge kämpfen, um einen Zugang zu dem Thema zu finden“, erinnert sich Hannes Block.

Dass Plastikmüll in den Meeren eine schädliche Rolle spielt, ist allgemein bekannt. Aber kommt er auch in den heimischen Gewässern vor? Die Schüler nahmen Wasserproben aus der Warnow, dem Bützower See und dem vor der Haustür liegenden Schulteich. Bei der mikroskopischen Untersuchung im Labor in Groß Lüsewitz waren die Partikel anfangs nicht von anderen Teilchen zu unterscheiden. „Aber als wir UV-Licht einsetzten, wurden die Mikroplastik-Partikel sichtbar“, erzählt Ludwig Ulrich. Johannes Uebel warnt davor, die Schadstoffe zu unterschätzen. „Mikroplastik-Partikel haben eine hohe Bindungsaffinität zu Schadstoffen wie TNT, was als Pestizid verwendet wird. Dadurch können sie über die Fische auch in die Nahrungskette der Menschen gelangen“, sagt er. Die Bützower unterbreiten in ihrem Projekt auch Vorschläge, wie diese Mikroplastik-Partikel herausgefiltert werden können.

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