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Breitbandversorgung : Dreetz will kein Schneckentempo mehr

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Unmut über langsames Internet und trägen Landkreis während der Gemeindevertretersitzung

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2017 | 21:00 Uhr

Im Schneckentempo durch das Internet surfen, das geht den Dreetzern gehörig auf die Nerven. Ihren Unmut darüber taten sie bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung kund. Bürgermeister Gunter Brietzke erklärte, dass die Gemeinde „großes Interesse“ an zeitgemäßem Internet hat. Mit Freude wurde festgestellt, dass die Gemeinde auch förderfähig sei. Ein groß angelegtes Programm soll Gemeinden bedenken, die bislang keinen Zugriff auf schnelles Internet hatten.

Stand jetzt sei, dass das gesamte Gemeindegebiet förderungsfähig sei, so Gunter Brietzke. „Als Gemeinde haben wir Schwein, dass das Internet hier so miserabel ist.“ Das Förderprogramm verlange Kriterien, die einigen auf die Füße fallen würden. Es sei nämlich für Haushalte vorgesehen, die weniger als 30 Mbit empfangen. Dank des momentan schlechten Internets kann also vielleicht bald besseres in Dreetz kommen.

In Dreetz und der Umgebung warte man sehnsüchtig darauf, dass sich nun auch etwas tut. Es könne niemand Internetradio hören, auf Mediatheken zugreifen – aber auch keine Baupläne verschicken, so Gunter Brietzke. Damit will er verdeutlichen, dass es nicht nur ums Vergnügen gehe, sondern auch um berufliche Belange.

Für den Geschmack der Dreetzer warten sie jedoch schon zu lange. „Wir kommen allein nicht weiter, wir brauchen den Landkreis“, so der Bürgermeister. Während in Dreetz noch gewartet wird, noch nicht einmal eine Ausschreibung erfolgt sei, würden anderswo bereits die Bagger rollen. „Andere Landkreise sind viel schneller“, moniert Brietzke. „Wir stehen hier und ärgern uns. Es muss was passieren.“

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