Bützow : Dirk Dreyer dankt fürs Vertrauen

Zwei Modellhäuser gebaut: Dirk Dreyer ist froh, dass die BQG Bützow ihn immer wieder unterstützt hat.
Zwei Modellhäuser gebaut: Dirk Dreyer ist froh, dass die BQG Bützow ihn immer wieder unterstützt hat.

49-Jähriger hat von zahlreichen Maßnahmen profitiert.

svz.de von
09. Juli 2018, 12:00 Uhr

Ihr 25-jähriges Bestehen hat die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Umwelt und Arbeit Bützow und Umland, kurz BQG, am Freitag gefeiert. Grund genug, einen Betroffenen vorzustellen, den dieser Verein über Jahre nicht aus dem Blick verlor.

„Ich habe hier meine Freunde, bin hier gut aufgehoben.“ Das sagt Dirk Dreyer mit dem Brustton der Überzeugung. Der 49-jährige Bützower ist sehr dankbar, dass er immer wieder Unterstützung erhalten hat. Auf die Geschäftsführerin Birgit Czarschka lässt er nichts kommen: „Ohne diese Frau wäre ich nie da, wo ich jetzt bin.“

Dirk Dreyer hat nach der Schule Landmaschinenschlosser bei KFL in Steinhagen gelernt. Dort hat er in der Produktion Treckeraufbauten montiert. Nächster Schritt im Berufsleben war die NVA, auf dem Fliegerhorst Laage. Dort war er allerdings nur acht Wochen. Als er aus einem einwöchigen Urlaub wieder zur Truppe stieß, war er plötzlich neun Monate lang „Bürger in Uniform“, wie die Soldaten der Bundeswehr genannt wurden. „Eine spannende Zeit“, in der einiges drunter und drüber ging.

Die Wende hatte dramatische Folgen für die Landwirtschaft im Osten. Kurzarbeit, Betriebsschließung bei der KFL: Dirk Dreyer arbeitete zwei Jahre lang als Aufsicht in einer Spielhalle.

Vier Jahre lang war der Bützower daraufhin arbeitslos. Weiterbildungen, damit er in seinem Beruf wieder Fuß fassen könnte, seien ihm nicht angeboten worden, sagt er. „Du hast dann das Wissen gar nicht mehr“, berichtet er. Ein Schweißerlehrgang brachte ihm auch keine Arbeit ein.

Im Jahr 1998 ging er für ein Jahr in eine ABM, zwei Jahre lang versuchte er sich als selbstständiger Händler. Erst 2008 kam er zur BQG Bützow. Er arbeitete in der Werkstatt, baute selbst zwei Häuser für die Miniaturstadt.

Seitdem ist sein Lebenslauf eng mit der BQG verknüpft, denn mit Unterbrechungen von sechs Monaten bis zu einem Jahr gingen hier immer wieder Türen für ihn auf. Ob Ein-Euro-Job, Bürgerarbeit oder Bundesfreiwilligendienst: Dirk Dreyer hatte sich als zuverlässiger, fleißiger Mitarbeiter erwiesen. Mittlerweile engagiert sich der 49-Jährige im BQG-Vorstand, und seit Anfang dieses Jahres ist er auf Honorarbasis für die Gesellschaft tätig. Und so schwer die früheren Zeiten auch waren – Dirk Dreyer blickt nach vorn.

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