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Schwaan : Diebe stehlen mehr als eine Tonne Buntmetall

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gestohlener Transporter in Brand gesteckt

Selbst für die Polizei ist das kein alltäglicher Fall: In der Nacht zu gestern drangen bislang unbekannte Täter gewaltsam in eine Lagerhalle eines Schrotthändlers in Schwaan ein. Dort entwendeten sie mehr als eine Tonne Altmetall. Der Besitzer der Firma konnte noch einen flüchtenden weißen Kleintransporter beobachten und informierte die Polizei. Die Fahndung blieb jedoch bislang ohne Erfolg.

Wenig später informierte ein Zeuge die Polizei über einen brennenden Kleintransporter auf einem Parkplatz der Bundesautobahn A 19. Nach ersten Erkenntnissen haben die Diebe hier das gestohlene Buntmetall in ein anderes Fahrzeug umgeladen. Anschließend setzten sie den Kleintransporter in Brand. Die Beamten des Rostocker Kriminaldauerdienstes konnten an beiden Tatorten Spuren sichern, deren Auswertung noch andauert. Auch die Ermittlungen zum Eigentümer des in Frankreich zugelassenen Kleintransporters dauern weiterhin an.

„Ein solcher Fall ist schon außergewöhnlich. Dass Schrott von einem Schrotthändler gestohlen wird. An so etwas kann ich mich nicht erinnern, zumindest nicht hier in der Region“, sagt Gert Frahm, Pressesprecher der Polizeiinspektion Güstrow.

Vor Jahren, zu Beginn des Jahrzehnts, waren Diebstähle von Buntmetall und Schrott jedoch keine Seltenheit. Seinerzeit waren die Weltmarktpreise für Metalle in die Höhe geschossen. „Kupfer kostete damals um die 4500 Euro die Tonne“, sagt Peter Kramer von der Wertstoff- und Papierannahme in Neuendorf bei Bützow. Zwischenzeitlich gingen die Preise rapide in den Keller. Bis auf 2000 Euro für die Tonne Buntmetall. „Mittlerweile steigen aber die Preise wieder“, sagt Kramer. Aktuell sind es 3300 Euro für eine Tonne Kupfer. Auch bei Eisenschrott gehe es mittlerweile wieder nach oben. „Die Tonne kostet schon wieder 135 Euro. Der niedrigste Preis lag hier einmal bei 50 Euro“, so Kramer.

Dennoch halten sich die Diebstähle von Buntmetall in der Region gegenwärtig in Grenzen. Im Bereich des Polizeireviers Bützow waren es seit Anfang des Jahres drei Fälle. Im Inspektionsbereich Güstrow wurden insgesamt rund 50 gezählt. „Die Diebstähle ereigneten sich vor allem in Bad Doberan und umliegenden Gemeinden“, sagt Gert Frahm. Dabei sei es vor allem um den Diebstahl von Dachrinnen aus Kupfer gegangen, so der Pressesprecher.

Im aktuellen Schwaaner Fall führt das Kriminalkommissariat Güstrow die weiteren Ermittlungen.

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erstellt am 30.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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