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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 21:34 Uhr

Bützow : Die Weichen für 2016 sind gestellt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bürgermeister Christian Grüschow rekapituliert das vergangene Jahr und verrät, was die Verwaltung in den kommenden Monaten plant

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 17:02 Uhr

Wenn Bürgermeister Christian Grüschow auf das Jahr 2015 zurückblickt, geht am Tornado kein Weg vorbei. „Das ist das allbeherrschende Thema“, ist sich der Verwaltungschef bewusst. Mit dem 5. Mai änderte sich schlagartig auch alles in der Verwaltung, die plötzlich etliche Projekte auf Eis legen musste, um das Naturereignis umfassend aufzuarbeiten. Auch über ein halbes Jahr nach dem verheerenden Sturm ist dieser noch allgegenwärtig. Und besonders in der Weihnachtszeit und vor Silvester rekapitulierten viele die Ereignisse, so Grüschow.

So schlimm der Tornado die Stadt auch traf, so sehr würden viele in diesen Tagen schätzen, was sie haben. Betroffene konnten in ihre Häuser zurückkehren und das Fest in den eigenen vier Wänden begehen. Nur wenige Gebäude in Bützow erinnern noch an die Zerstörung, die nicht nur die Anwohner fassungslos machte.

Doch das neue Jahr soll anders werden, blickt der Bürgermeister positiv in die Zukunft. „Zu Weihnachten will man abschließen, das ist auch gut so“, hofft er, dass sich Bützow im nächsten Jahr wieder anderen Themen widmen kann.

Der Doppelhaushalt wurde Anfang Dezember beschlossen. Neben den Ausschuss- und Stadtvertretersitzungen sei vor allem eine Sondierungssitzung „sehr zielführend“ gewesen, lobt Grüschow und: „Ich bin mit dem Prozess sehr zufrieden. Alle wichtigen Projekte sind finanziell unterlegt. Damit sind wir wieder handlungsfähig.“

Vom Tisch ist auch das Thema „Villa Rose“, die nach zähen Verhandlungen schließlich Volker Hefftler kaufte. Die Kapazitäten kommen nun unter anderem dem internen Projekt zur Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit der Stadtverwaltung zugute, das bereits angelaufen sei. Obwohl nach außen nicht sichtbar, würden sich jedoch Abläufe vereinfachen und dann auch für Bützower bemerkbar machen.

Die Veränderungen an der Webseite Bützows bleiben dagegen keinem verborgen: „Wir haben Budget für einen neuen Internetauftritt eingeplant“, verrät der Bürgermeister. Nach einer Planungsphase wollen sich die Gemeinden in neuem Gewand präsentieren.

Auch der Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Schlossplatz-Areals soll weiter vorangetrieben werden. Im September hatten die Stadtvertreter diesen in einer Sitzung auf den Weg gebracht. Im neuen Jahr soll die Planung einen großen Schritt vorankommen. Bisher hätten etwa 60 Architekturbüros die Unterlagen abgefragt. „Das ist eine ganze Menge“, so Grüschow zufrieden. Bis Februar können Teilnehmer ihre Ideen einreichen, von denen zehn bis 15 vorgestellt werden sollen. „Das ist dann auch transparent und repräsentativ“, ist Grüschow überzeugt. „Das Projekt wird die Stadt in Zukunft stark prägen, denn es ist mit sehr großen Baumaßnahmen in den nächsten Jahren verbunden.“

Trotz vieler Vorhaben, bleibt natürlich auch der Tornado weiterhin auf der Agenda. „Es müssen noch Restschäden beseitigt werden“, kündigt Grüschow an. An der Grundschule am Schlossplatz beispielsweise soll die Fassade fertiggestellt und die übrigen Schäden am Rathaus beseitigt werden.

Die längst geplante Sanierung der Breiten Straße steht ebenfalls im neuen Jahr auf der Aufgabenliste der Verwaltung. „Die haben wir bewusst nach hinten verschoben“, so der Verwaltungschef. Die Arbeiten hätten sonst die Reparaturen der Hauseigentümer nach dem Tornado stark behindert. Baumaßnahmen sind zudem im Ellernbruch und der Pfaffenstraße geplant. „Überall dort müssen wir planen, um mit der Sanierung zu beginnen“, so Grüschow weiter. Zudem starten dann mit Verspätung auch die Arbeiten am Rühner Tor, wo ein Kreisverkehr sowie das Seniorenzentrum des DRK Güstrow entstehen sollen.

„Die Elefantenbrücke ist auch immer ein Thema“, hofft der Verwaltungschef, dass dieses Vorhaben 2016 zum Abschluss kommt und nicht länger diskutiert werden muss.

Darüber hinaus müssen sich die Stadtvertreter mit den B-Planungsgebieten befassen, „weil wir einfach nicht viel anbieten können“, erklärt Grüschow. An der Wismarschen Straße seien sieben von elf Grundstücken verkauft. Nun müsse erweitert oder ein neues Gebiet ausgewiesen werden, um weiterhin attraktiv zu bleiben.

Langweilig wird es damit 2016 nicht. Die anstehenden Projekte bieten viel Diskussionsstoff. „Ich wäre zufrieden, wenn die Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretern und Verwaltung so konstruktiv weitergehen würde, wie in den letzten Monaten.“

 

 

 

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