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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 00:23 Uhr

Bützow : Die Stadt legt neue Baugebiete fest

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Am Leninring und an der Pustohler Chaussee entstehen neue Flächen für Eigenheime

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Die Warnowstadt hat ein Problem. Es gibt nur noch ganz wenige freie Plätze für den Bau von Eigenheimen. Das soll sich jetzt ändern. Die Stadtvertreter haben auf ihrer jüngsten Sitzung zwei Flächen dafür freigegeben. Doch bis neue Bauplätze zur Verfügung stehen, werden noch einige Monate ins Land gehen.

„Erst in dieser Woche hatten wir wieder zwei Anfragen von möglichen Häuslebauern“, erzählt Bützows Bürgermeister, Christian Grüschow (parteilos). Er hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres darauf gedrängt, dass die Stadtvertreter sich intensiver mit dem Thema beschäftigen. „Ich möchte, dass Bützow immer 10 bis 15 Bauplätze in petto hat, wenn entsprechende Anfragen von Bauwilligen kommen“, sagt Grüschow. Im Dezember lag eine Liste mit zehn möglichen Standorten vor. Übrig geblieben sind davon zunächst zwei.

Bei der einen Fläche handelt es sich um Dauerkleingärten zwischen Leninring und Warnowweg. Um dort künftig Wohnhäuser zu errichten, muss der Flächennutzungsplan geändert, das Areal für die Kleingärten in Wohnbauflächen umgewandelt werden. Parallel dazu wird auch der Bebauungsplan überarbeitet. Stadtvertreter Wolfgang Wehrmann (EB) gab zu bedenken, dass bei einer Umwandlung von Gartenland das Bundeskleingartengesetz zu beachten sei. Das würde in diesem Falle nicht greifen, weil es sich um „lose verpachtete Grundstücke“ handelt, erwiderte Grüschow.

Joachim Fiedler (SPD) verwies auf einen unbefestigten Weg, der als Radweg ausgeschildert ist. „Was passiert damit?“, wollte der Stadtvertreter wissen. Wo öffentliche Wege entlangführen, könne im weiteren Planungsverfahren mit festgeschrieben werden, erklärte der Bürgermeister. Insgesamt stehen an diesem Standort rund 1,4 Hektar zur Verfügung. „Damit ist dort Platz für 12 bis 15 Eigenheime“, sagt Christian Grüschow.

Deutlich größer ist die Fläche entlang der Pustohler Chaussee. Hinter dem bereits vorhandenen Neubaugebiet sollen rund 5,5 Hektar landwirtschaftliche Nutz- in Wohnbauflächen umgewidmet werden. Auch dafür müssen F- und B-Plan geändert werden. Dieses Verfahren haben die Stadtvertreter mit ihren einstimmigen Beschlüssen auf den Weg gebracht.

Doch damit steht Bützow erst am Anfang eines längeren Genehmigungsverfahrens. „Jetzt müssen Bebauungspläne entwickelt und diese dann von den Stadtvertretern genehmigt werden“, schildert der Verwaltungschef das Prozedere. Er hoffe, dass das bis zum Dezember erledigt werden kann. Denn diese B-Pläne werden anschließend öffentlich ausgelegt. „Das dauert weitere sechs bis acht Wochen“, erklärt Grüschow. Am Ende stehe ein Abwägungs- und ein Satzungsbeschluss, über die erneut die Stadtvertreter zu entscheiden haben.

Das alles werde etwa ein Dreivierteljahr dauern, schätzt Grüschow. Erst dann könne mit Erschließungsarbeiten begonnen werden. Diese müssten aber auch ausgeschrieben werden. Während für die Planungen im Doppelhaushalt 2016/17 Geld eingestellt worden sei, gäbe es für mögliche Erschließungsarbeiten noch keine Haushaltsposition, sagt der Bürgermeister.

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