Schwaan : Die Schwaaner lieben einfach ihr Brückenfest

Die vierjährige Lieselotte freute sich schon seit Tagen auf das Fest.
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Die vierjährige Lieselotte freute sich schon seit Tagen auf das Fest.

Das 20. Mal lockte die Veranstaltung tausende Gäste aus nah und fern in die Warnowstadt

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16. August 2015, 18:47 Uhr

Schwaan Drei Tage Brückenfest sind zu Ende und die 20. Auflage konnte sich durchaus sehen lassen. Weder Regen noch Hitze hielten die Besucher fern. Ganz im Gegenteil: Zur Mittagszeit bildeten sich an den Essensständen lange Schlangen, der Festplatz war abends proppevoll. Auf dem Marktplatz und der Festwiese war an allen Tagen volles Programm geboten. Schwaaner, aber auch viele Besucher von außerhalb strömten in die Stadt.

„Es ist wunderbar“, freute sich Ursula Meyer. Die Schwaanerin war mit ihrer Enkeltochter Lieselotte  unterwegs. „Sie war schon ganz aufgeregt“, verrät Meyer, die mit der Vierjährigen die Kinderangebote ausprobierte.

Ramona Schmähling hingegen blieb beim Stand von Blauglassammler Fred Schulz hängen. Dort hing eine ganz besondere Lampe. Nach einigem Überlegen griff die ehemalige Bützowerin, die inzwischen im Elsass lebt, dann doch noch zu. „Da wird sie mich an den Norden erinnern“, sagte sie zufrieden.

Bei der Schau des Rassekaninchenzuchtvereins wurde Finja fündig. Die plüschigen kleinen Tiere hätte die Neunjährige am liebsten direkt behalten.  „Wir sind aus Rostock, Schwaan aber sehr verbunden“, erklärte ihre Mutter, Anne Triesethau, auch bekannt als Miss Anne vom amtierenden  Prinzenpaar des Schwaaner Carnevalsvereins. „Wir kommen jedes Jahr“, sei das Brückenfest immer schon fest eingeplant und ein tagesfüllendes Familienprogramm.

Dick im Terminplan steht das Wochenende im August auch immer bei einer Truppe aus Bad Salzdetfurth bei Hannover. Früher ging es noch mit dem Motorrad nach Schwaan, inzwischen sind die sieben Herren  etwas gemütlicher geworden. „Wir kommen jetzt schon über zehn Jahre“, erzählt Helge Sandvoß. Einmal im Jahr besuchen sie hier einen ehemaligen Kollegen, der inzwischen in Rukieten lebt. Doch auch das Brückenfest hat für die Männer inzwischen Tradition.

Ein Spaß, vor allem für viele kindgebliebene Männer, war die kleine Modellbahnausstellung des MEC Schwaan. Heinrich Horstmann aus Vorbeck präsentierte hier stolz eine voll funktionstüchtige   Märklin Spur I von 1930. „Wir haben als Kinder damit zu Weihnachten gespielt“, erinnert er sich. Jedes Jahr kämen immer mehr Besucher, ist auch der Vereinsvorsitzende, Thomas Präfke, froh.

Beliebt bei den Besuchern ist schließlich auch das Tauziehen am Sonntag. Das Kräftemessen bildet einen Höhepunkt, bei dem sich die vielen Zuschauer köstlich amüsieren können. In diesem Jahr war es eine feuchtfröhliche Angelegenheit für die Teilnehmenden Teams. Denn bei der ersten Disziplin galt es einen Löchrigen Eimer über die Köpfe zu heben und in zwei Minuten so viel Wasser wie möglich zu transportieren. Den Wettkampf im Tauziehen entschied schließlich das Team des Wiendorfer Sportvereins für sich, gefolgt von der Feuerwehr Groß/Grenz/Klein Grenz/ Bröbberow.

Eine Besucherin, die selbst jedes Jahr am Fest teilnimmt, bringt bei einer kurzen Begegnung zwischen Tür und Angel die Stimmung der dreitägigen Veranstaltung gekonnt auf den Punkt: „Die Schwaaner lieben einfach ihr Brückenfest.“

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