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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 19:36 Uhr

Horst : Die Kühltheke im Gartenhäuschen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Käse des Landwirtschaftsbetriebes in Horst gibt es jetzt direkt auf dem Hof zu kaufen

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Alle zwei Monate fährt auf dem Hof der Meiners & Hobel GbR in Horst das Käsemobil von Elena Martens vor. Das Produkt ihrer Arbeit wird seit gestern an einer kleinen Käsetheke direkt auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes verkauft. Für den Verkaufsraum wurde extra ein Gartenhäuschen umfunktioniert. Dort können Käseliebhaber ab jetzt immer donnerstags zwischen 15.30 und 17.30 Uhr einkaufen.

Bislang gab es den Käse schon in den Dorfläden in Warnow und Bernitt sowie im Lebensmittelgeschäft Holtz in Bützow zu kaufen. Auch einige Hofläden haben ihn in ihr Sortiment aufgenommen. Die Nachfrage sei auf jeden Fall da, vor allem, da das Interesse an regional hergestellten Produkten immer größer wird, sagt Jana Woll vom Betrieb. Die Verkaufstheke auf dem Hof verdeutlicht das Prinzip der Regionalität noch stärker als das Logo, das auf dem Käse prangt. „Die Kühe, von denen die Milch stammt, stehen ja nur einige Meter weiter“, sagt Jana Woll.

Als neues wirtschaftliches Standbein will Gesellschafter Eckhard Meiners den Käseverkauf aber nicht verstanden wissen: „In die Käseproduktion fließen ja nur 1000 Liter Milch im Monat – und am Tag entstehen hier mehr als 20000 Liter. Es ist wirtschaftlich also keine ernstzunehmende Größe. Aber der Käse hat so viele Liebhaber gefunden, dass wir einfach dabei bleiben wollten. Einfach, weil er gut schmeckt.“

Den Spätfolgen der Milchkrise bleibt der Betrieb genauso genauso ausgesetzt wie alle anderen. „Wir haben bewusst gesagt, wir machen das jetzt trotzdem“, so Jana Woll. Auch wenn oft von einer Besserung gesprochen wird, sei im Prinzip noch nichts wieder in Ordnung gebracht. Den Verkaufsraum im Gartenhäuschen nutzen die Mitarbeiter des Betriebes auch vor diesem Hintergrund als Präsentationsfläche für die Leistungen der Milchkühe: An den Wänden prangen Scherpen und Plaketten für Tiere, die in ihrem Leben 100 000 Liter gegeben haben – und davon gab es in Horst einige.

Mit der Idee, die Milch auch zu Käse zu verarbeiten, hat der Betrieb in der Region eine Nische gefunden. Der nächste betriebseigene Käse werde erst wieder hinter Rostock hergestellt, so Jana Woll. Wer sich also ein Stück ergattern möchte, sollte in Horst vorbeischauen. Die Mitarbeiter haben sich für alle Fälle auch ein Handy für die „Käsebereitschaft“ zugelegt. So kann auch außerhalb der Öffnungszeiten die Nachfrage bedient werden. Die Nummer ist vor Ort angebracht.

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