Rühn : Die Klosterschänke hat einen neuen Gastronomen

Noch ist die Tür zur Klosterschänke geschlossen. Doch dass soll sich bald ändern.
Noch ist die Tür zur Klosterschänke geschlossen. Doch dass soll sich bald ändern.

Rühner Verein ist auf der Suche nach einem Pächter fündig geworden / Wiedereröffnung am 6. Mai geplant

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15. April 2017, 12:00 Uhr

Wie immer wird auch in diesen Tagen am Kloster in Rühn kräftig gewerkelt. Zum einen haben die Bauarbeiten am Wirtschaftsflügel des historischen Ensembles begonnen. Dafür wurden rund 100 000 Euro aus dem Leaderprogramm zur Verfügung gestellt (SVZ berichtete).

Doch zusätzlich in die Bauvorhaben mit aufgenommen wurde der Umbau der Klosterschänke. Die soll pünktlich zum ersten Saisonhöhepunkt, dem Klostermarkt am 6. und 7. Mai, wieder ihre Türen öffnen, sagt Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff (CDU). Er ist in Personalunion auch Vorsitzender des Klostervereins. Und der hat jetzt einen neuen Pächter für die gastronomische Einrichtung vertraglich gebunden. Jörg Bochow aus Rostock. Darüber ist Harloff sehr glücklich. „Wir hatten vier gute Bewerber. Am Ende hat uns jedoch Jörg Bochow mit seinem Konzept überzeugt“, sagt Harloff. Auch weil Bochow gute Referenzen mit anderen Objekten hat.

Er sei eher durch Zufall auf die Klosterschänke gestoßen, sagt Jörg Bochow. Beim Adventsmarkt im vergangenen Jahr sei er zum ersten Mal auf dem Gelände gewesen. „Da habe ich den Aushang gesehen, dass ein neuer Pächter gesucht wird“, so Bochow. Er habe sich dann alles angeschaut und sich beworben. Der 54-Jährige ist seit 30 Jahren Gastronom, sagt der Rostocker. Unter anderem betreibt er das Schloss K in Klein Kussewitz. Doch das spiele keine Rolle. „Ich betrachte jedes Objekt einzeln. Auch die Klosterschänke hier in Rühn“, so Jörg Bochow. Dabei sieht er die Gastronomie als Teil des gesamten Ensembles: „Die Kirche gehört dazu, das Kloster und eben die Gaststätte.“ Genau diese Symbiose der Gebäude sei für ihn auch ausschlaggebend gewesen, sich mit seinem Konzept beim Klosterverein vorzustellen.

Der Rostocker lobt das Engagement des Vereins, auch wie er jetzt die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start schaffen möchte. „Die Tücher, die die alte Decke über zehn Jahre verdeckt haben, haben wir runtergenommen. Die Decke wird gegenwärtig erneuert“, sagt Hans-Georg Harloff. Außerdem wird eine modernen Sockelleisten-Heizung eingebaut. Dafür hatte der Förderverein Fördermittel eingeworben. Doch die Renovierungsarbeiten von rund 11 500 Euro hatte der Verein in diesem Jahr nicht eingeplant gehabt. „Wir sind auf Spendensuche gegangen, haben bereits 6000 Euro zusammen und suchen weiter. Natürlich werden alle Bauleistungen bezahlt“, versichert der Vereinsvorsitzende.

Jörg Bochow setzt auf eine große Bandbreite an Angeboten, in der Klosterschänke. „Ich habe genug Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen“, sagt der neue Pächter. Dazu gehören Konzerte ebenso wie Brunchangebote und Familienfeiern. Er sondiere dabei gerade das Umfeld. „Wenn man Familienfeiern hat, benötigt man auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe“, so Jörg Bochow. Auch Hochzeiten gehören dazu. Das Kloster ist bekanntlich ein Außenstandort des Bützower Standesamtes. Doch dafür möchte Bochow das Trauzimmer neu herrichten.

Neben der Klosterschänke übernimmt der Gastronom auch die Hofladen. Dort sollen wie bisher unter anderem regionale Produkte angeboten werden, wie zum Beispiel die von Ingo Sander aus Tarnow, der gleich nebenan eine Ölmühle betreibt. Außerdem werde antike Gegenstände angeboten. Den Hofladen möchte Jörg Bochow bereits am 1. Mai wiedereröffnen.

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