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Bützower Zeitung

24. August 2017 | 12:44 Uhr

Viezen : Die Frau, die mit den Wesen tanzt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Elfenhof ist eine Anlaufstelle unter anderem für gestresste Manager, naturverbundene Familien und neuheidnische Gläubige

Es ist auch ein Ort, an dem Wesen aus einer anderen Welt das Fenster zu unserer Existenz ein Stück weit öffnen.

Dörthe Andres und ihr Mann betreiben in einem renovierten Altbau in dem Dörfchen Viezen ein Hotel der anderen Art. Mit Klangschalenmassage und veganem Essen bieten sie Urlaub für Körper und Geist. Die Idee, einen Gasthof mit der Energie altertümlicher Kreaturen wie Elfen, Kobolden und Faunen zu füllen, hatte das Ehepaar noch in Rostock. Dort kam die Anregung, aus ihrer Leidenschaft einen Beruf zu machen, von Außen, wie Dörthe Andres berichtet. Während Andres früher in kleiner Runde ihrer Spiritualität freien Lauf ließ, ermunterten Freunde sie mit dem gemütliche Beisammensein und dem Austausch über Dinge jenseits des Gewöhnlichen ihr Geld zu verdienen. Rostock war als Großstadt hierfür gänzlich ungeeignet, und ohnehin zog es die Elfenfreundin schon immer auf das Land. Seit jeher habe sie eine gewisse Verbindung zur magischen Welt gespürt, sagt Andres. Und es ist dieser Blick auf das schwer erfassbare, was sie in Seminaren anbietet. Von Tarot-Karten über Runenkunde bis zu Feng Shui, es gibt nichts, was es in dieser Welt nicht gibt. Dafür absolvierte die gelernte Schornsteinfegermeisterin zahlreiche Fort- und Weiterbildungen im Bereich des Okkultismus, ebenso wie in der alternativen Medizin.

Seit fast sechs Jahren lebt und lehrt Dörthe Andres nun in Viezen, richtete sich und ihren Gästen dort einen „Garten der Elemente“ ein und schmückte ihn mit allerlei Artefakten und Symbolen. In dem von Katzen bewohnten Garten befinden sich Metallstangen, Darstellungen der platonischen Körper. Sie sollen den Menschen helfen, ihr Gleichgewicht zu finden und sich den Elementen zu öffnen. Dies ist einer der schamanistischen Orte, die sich im Elementgarten wiederfinden lassen. Dörthe Andres Botschaft: „Ein bisschen mehr Magie in die Herzen der Menschen bringen.“

Das soll auch mit keltischen Feiern erreicht werden. Beltane, Samhain, Imbolg und Lugnasad – die vier wichtigsten Feste im keltischen Glauben – werden hier noch traditionell mit Feuer und Gesängen gefeiert. Allerdings ohne Blutopfer.

„Die Kurse werden gut angenommen. Den größeren Anteil an den Seminaren haben Frauen“, so Andres. Dort nehmen die Kursteilnehmer Kontakt mit alten Wesen auf, treffen ihre Elfe oder lassen sich ihre Träume von der Expertin deuten. Der Grund für die vielen Besucher und Teilnehmer sei, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, die neugierig machen.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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