Die Flügel kommen in der Nacht

Das braucht Platz: 60 Meter lang ist so ein Schwerlasttransport  von der Fahrerkabine bis zur Flügelspitze.  Fotos: Uwe Kosfelder
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Das braucht Platz: 60 Meter lang ist so ein Schwerlasttransport von der Fahrerkabine bis zur Flügelspitze. Fotos: Uwe Kosfelder

Die ersten beiden Windkraftanlagen im neuen Windpark bei Bernitt sind fertig / Firma MBBF Steinhagen gibt mächtig Gas

svz.de von
08. September 2014, 17:23 Uhr

Sie kamen in der Nacht. Als alles schlief und die Straßen leer waren, rollten aus Magdeburg über Autobahnen und Landstraßen die ersten riesigen Flügel für die Windkraftanlagen im neuen Windpark bei Bernitt an. 60 Meter lang ist jeder der drei Schwerlasttransporter, die sich allein für ein Windkraftrad auf den Weg machen müssen. Hat doch auf einem der Transporter nur immer eines der 47 Meter langen Rotorblätter Platz. Und für ein Windrad werden nun mal drei gebraucht.

Mit Blaulicht machte die Polizei in der Nacht die Straßen für die Ungetüme frei. Und für die Transporter-Fahrer war es nur durch Funk-Anweisung aus den Begleitfahrzeugen möglich, enge Kurven und Hindernisse zu meistern.

Inzwischen sind an zwei Windrädern der MBBF-Gruppe Steinhagen die ersten Flügel in 135 Metern Nabenhöhe montiert. Sie trudeln im Wind vor sich hin, Energie aber erzeugen sie noch nicht. „Das ist erst möglich, wenn das Wemag-Netz soweit ist“, sagt Uwe Kosfelder, Bau- und Projektleiter in der Firma.

Auch die anderen beiden Flügelsätze für die zwei weiteren Windräder der Firma MBBF liegen schon vor Ort bereit. „Mit der Montage müssen wird warten, bis mal weniger Wind ist“, so Kosfelder. Ende Oktober soll sich das erste Windrad drehen.

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