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Bützower Zeitung

23. Oktober 2017 | 12:00 Uhr

maisernte : Die Felder sind abgeerntet

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Nach einer verzögerten Saison haben die Betriebe in der Region den Mais nun eingefahren

von
erstellt am 28.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Obwohl die Erntesaison eigentlich schon längst vorbei sein müsste, prägten Mähdrescher, Häcksler und Traktoren in den vergangenen Tagen und Wochen immer noch das Bild auf den Feldern in der Region. Der Grund dafür ist die Maisernte, die sich in diesem Jahr um einige Wochen verzögerte. „Die Ernte fängt eigentlich schon im September an“, sagt Katrin Kauer, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Bützow. Schuld daran seien die kalten Temperaturen im Frühling gewesen, durch die der Mais sich im jungen Stadium nur schlecht entwickeln konnte, sagt Andy Griepentrog, der im Landwirtschaftsbetrieb Griepentrog KG die Pflanzenproduktion leitet.

In dem Betrieb, der seinen Sitz in Steinhagen hat, werden insgesamt 450 Hektar mit Mais bewirtschaftet. Nach dem verspäteten Erntestart sind die Arbeiten nun fast beendet. Noch heute soll die Maisernte abgeschlossen werden, sagt Andy Griepentrog. Insgesamt sei er zufrieden mit dem Ertrag. „Wir hatten eigentlich mit 370 Dezitonnen gerechnet, am Ende werden es etwa 400 sein. Das ist ein guter Durchschnittswert“, so Griepentrog. Stichhaltige Aussagen über die Qualität könnten allerdings erst später gemacht werden. Die widrigen Startbedingungen sind den Maispflanzen in jedem Fall anzusehen. Sie seien insgesamt kürzer als im vergangenen Jahr, so Andy Griepentrog.

Die Felder, die Manfred Bissa bewirtschaftet, sind bereits seit drei Tagen abgeerntet. „Wir waren zufrieden“, so der Vorsitzende des Bauernverbandes. Nachdem die Pflanzen sehr langsam in die Gänge gekommen seien, hätten sie sich den Sommer über sehr gut entwickelt.

Während viele Betriebe und Bauern den Mais als Futterpflanze nutzen, kommt ein guter Teil der Ernte auch der Strom- und Wärmeerzeugung durch Biogasanlagen zugute. So bezieht die Biogas Bützow Betriebs GmbH 24 000 Tonnen Maissilage von den Feldern in der Region. Weitere 20 000 Tonnen lagern vor Ort in Fahr-Silos, so Peter Dethloff, Geschäftsführer der Bützower Wärme GmbH, die für die technische Betriebsführung der Anlage zuständig ist.

Auf diesem Weg können 20,4 Millionen Kilowattstunden Strom produziert werden. Davon profitieren 6800 Haushalte. „Das sind weitaus mehr Haushalte, als es in Bützow gibt“, so Dethloff. Zudem können 1800 Haushalte mit Wärme beliefert werden.

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