Bützow : Die Blauen Wiener überzeugten

Vereinsmeister: Torsten Kröplin und einer seiner ausgezeichneten Blauen Wiener namens Torsten.  Fotos: Frank Liebetanz
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Vereinsmeister: Torsten Kröplin und einer seiner ausgezeichneten Blauen Wiener namens Torsten. Fotos: Frank Liebetanz

Der Kaninchenzuchtverein M3 aus Bützow ermittelt Vereins- und Schaumeister.

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15. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Stolz präsentiert Torsten Kröplin einen seiner Blauen Wiener. Das ist eine mittelgroße Kaninchenrasse, sie sich unter anderem durch glänzendes, kräftiges mittel- bis dunkelblaues Fell auszeichnet. Der Körper soll lang gestreckt sein, die kräftigen Ohren bis zu 13,5 Zentimeter lang. Die Zuchtgruppe der Zuchtgemeinschaft Kröplin aus Neuendorf, insgesamt vier Tiere, hat den Preisrichter Uwe Plaumann überzeugt. Er vergab 385,5 von 400 möglichen Punkten.

Wer die kühle, ehemalige BHG-Sporthalle in der Bahnhofstraße aufsucht, sieht 174 Kaninchen vor sich hin dösen oder mümmeln. Neben den Tieren des ortsansässigen Rassekaninchenzuchtvereins M3 sind auch welche aus dem Kreisverband Doberan – als aus Bad Doberan, Kröpelin, Satow und Schwaan – sowie aus Güstrow zu sehen. Neben den Vereinsmeistern von M3 wurden auch sogenannte Schaumeister ermittelt.

Ein solcher Schaumeister ist aktuell Weiko Schäfer aus Gülzow. Seine Zuchtgruppe Loh schwarz erhielt 386 Punkte, also nur einen halben Punkt mehr als der Bützower Kröplin. „Loh schwarz“ bezeichnet kleine Kaninchen, die etwa drei Kilogramm wiegen und einen gedrungenen Körper haben. Schöne Exemplare haben eine tiefschwarze Deckfarbe und braune Augen. Zweiter dieser Ausstellung wurde Hans Vanheiden aus Bad Doberan mit einer Zuchtgruppe aus „Deutschen Riesen weiß, Rotauge“. Auch er erreichte mit den vier Tieren 386 Punkte. Bei einem solchen Gleichstand sieht der Regelkatalog vor, dass genauer auf die Zusammensetzung Gruppe geschaut wird – in welchem Grad die Kaninchen verwandt sind oder ob sie willkürlich zusammengestellt wurden. Danach entscheidet sich dann, welche Zuchtgruppe, welcher Züchter die Nase vorn hat.

Was treibt die Züchter um? Norbert Bissa, Vorsitzender von M 3, spricht die Erkennbarkeit der Kaninchen an. Bisher wurden sie tätowiert, damit kein Züchter betrügen kann. Nun werde im Verband diskutiert, ob die Tierer nicht besser gechipt werden sollten. Bissa verweist aber auf höhere Kosten. Eine Tätowierung koste 50 Cent, das Chippen sicher mehr. Und die Impfkosten kämen dazu.

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