Wohnungsbau in Bützow : Die alte Molkerei wird abgerissen

Die Tage der Alten Molkerei sind gezählt. Die Büwo möchte das Haus abreißen und dort einen Neubau errichten.
Die Tage der Alten Molkerei sind gezählt. Die Büwo möchte das Haus abreißen und dort einen Neubau errichten.

Investitionen und Zukunftspläne: Das sind die Vorhaben der Bützower Wohnungsgesellschaft in diesem Jahr

von
09. Januar 2020, 17:48 Uhr

Auch wenn die Bützower Wohnungsgesellschaft voraussichtlich mit einem Gewinn von knapp 120 000 Euro das Jahr 2020 beenden wird, gibt es keine Zuführung zum städtischen Haushalt. Das Geld verbleibt im kommunalen Unternehmen für das Kerngeschäft. Und das ist ausgerichtet einerseits auf den Erhalt und die Vermietung des Wohnbestandes sowie auf die Entwicklung von Gebäuden in der Stadt. Dafür sind Investitionen von rund 2,8 Millionen Euro im Jahr 2020 vorgesehen. Der Wirtschaftsplan wurde noch Ende vergangenen Jahres vom Aufsichtsrat für gut befunden und von den Gesellschaftern abgesegnet. Damit habe sie Planungssicherheit, sagt Büwo-Chefin Monika Gräning.

Erneut will das städtische Unternehmen einen Neubau in Angriff nehmen. Dafür hatte es bereits vor knapp einem Jahr die Voraussetzungen geschaffen. In der Wollenweberstraße soll ein neues Wohngebäude Nr. 4 errichtet werden. Das zuvor ruinöse Gebäude hatte die Büwo erworben und vor knapp zwölf Monaten abgerissen. Nun liegen die Planungen für einen Neubau für vier bis sechs Wohnungen vor. Monika Gräning will in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Nach derzeitigen Planungsstand beträgt die Bausumme rund 1,5 Millionen Euro. „Ob wir dann bis Weihnachten fertig werden, müssen wir sehen. Aber das ist zunächst unser Plan.“ Zum Projekt gehöre auf jeden Fall aber die Außenbereichsgestaltung. Die ist gerichtet auf die Gesamtgestaltung des Hofareals der Wollenweberstraße 4 und des benachbarten Hauses Wollenweberstraße 2. Das Eckhaus zum Ellernbruch hatte die Büwo bereits Anfang 2018 erworben.

Ein zweites großes Projekt wird in diesem Jahr erst angeschoben: die Alte Molkerei in der Neuen Bahnhofstraße. „Ich hatte mehrere Jahre versucht, dass Objekt zu veräußern. Das ist uns aber nicht gelungen“, erklärt Monika Gräning. Ein Grund wird sicherlich auch gewesen sein, dass das Haus auf der Denkmalschutzliste stand. Ein zweiter: Das Haus ist sehr verbaut und aus „materialtechnischer Sicht“ mit Altlasten bestückt, wie die Büwo-Chefin erklärt. Das alles habe sicherlich Interessenten abgeschreckt. Doch der Bützower Wohnungsgesellschaft ist es gelungen, den Status als Denkmal streichen zu lassen.

„Nun wollen wir das Objekt selbst entwickeln“, sagt die Geschäftsführerin. Das heißt, der Altbau soll zunächst abgerissen werden. Er ist mittlerweile auch komplett freigezogen. Dort waren unter anderem die Möbelbörse des Arbeitslosenverbandes untergebracht, Firmen hatten Lagerräume, Bands probten dort. Das alles ist Vergangenheit. Bis zum Jahresende möchte die Büwo einen Vorschlag entwickeln, was auf der Fläche entstehen soll. „Es gibt schon einige Nutzungsideen“, so die Geschäftsführerin, ohne diese schon genau zu benennen. Es gehe auf jeden Fall um eine Mischnutzung, also Gewerbe und Wohnräume. Bis Ende des Jahres sollen die konkreten Pläne stehen, 2021/22 gebaut werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen