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Schwaan : „Die 1000 kriegen wir noch voll“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wiedereröffnung der Blauglas-Schau in der ehemaligen Kirche / Mit Hilfe der Schwaaner soll es die größte private Blauglas-Sammlung werden

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 11:51 Uhr

Blau wir es am Wochenende wieder in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in der Schwaaner John Brinkmann Straße. Nach einem überwältigenden Spendenaufkommen an blauem Glas für den privaten Sammler Fred Schulz aus Bad Doberan, musste hier umgebaut und erweitert werden. Nun eröffnet die Ausstellung am Sonnabend, 7. Februar, bereits zum zweiten Mal mit inzwischen rund 800 Flaschen, Gläsern, Vasen und anderen Dekogegenständen aus blauem Glas.

„Außerdem verbinden wir die Wiedereröffnung der Ausstellung mit einem Kunsthandwerkermarkt“, verrät Heinz Zolldann, der das Kirchengebäude im vergangenen Jahr gekauft hat und seitdem für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung stellt. „Wir haben so großzügig ausgebaut, dass auch noch Platz für den Verkauf von Handarbeiten verschiedener regionaler Künstler ist – fünf Künstler haben sich dafür angemeldet“, fügt Zolldann an.

Die Idee sei ihm in Vorbereitung auf den Valentinstag gekommen, denn da müsse es ja nicht immer Blumen geben – ein getöpfertes Stück sei doch auch eine gute Idee, so Zolldann. „Das verwelkt dann wenigstens nicht und man hat länger etwas davon“, sagt er.

Mit so viel Interesse an seiner ungewöhnlichen Sammelleidenschaft, hat auch Fred Schulz gar nicht gerechnet. Mehr als 150 Blauglas-Stücke haben die Schwaaner seit Dezember gespendet. „Darunter sind auch ganz besondere Teile, wie diese eine Schale aus Damaskus – eine Urlaubserinnerung, die aber hier keine Verwendung findet“, erklärt Schulz die Beweggründe der Spender und fügt hinzu: „Das ist ein ganz besonderes Stück, mundgeblasen und mit einem Durchmesser von rund 25 Zentimetern auch sehr groß.“ An diese Spende erinnert sich der Blauglas-Liebhaber gern zurück. Das habe ihn sehr gerührt und er versichert, dass das Stück bei ihm in guten Händen sei.

So erzähle jedes seiner Exponate eine Geschichte, so Fred Schulz. Sei es die abrupte Vollbremsung mit dem Wagen, weil er ein besonderes Stück am Straßenrand entdeckt, oder die Wasserflasche im Restaurant, die er der verwunderten Kellnerin aus den Rippen leierte.

Da ist es gar nicht so leicht seine blauen Schätze in Schwaan zu lassen. „Aber ich weiß, dass sie bei Heinz in guten Händen sind – das ist mir wichtig“, sagt Schulz.

Durch die zahlreichen Spenden der Schwaaner ist Schulz’ Sammlung und die Ausstellung im ehemaligen Kirchengebäude enorm angewachsen, doch die beiden Männer haben noch große Pläne: „Wir haben jetzt 800 Stücke zusammen, aber die 1000 wollen wir noch voll kriegen – mit Hilfe der Schwaaner sicher kein Problem“, sagt Heinz Zolldann zuversichtlich.

Die neue Schau ist am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr zu sehen und Fred Schulz ist schon jetzt gespannt auf die vielen interessanten Gespräche.

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