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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 01:20 Uhr

Schwaan : Deutsch-dänische Kunstgeschichte

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

In der Schwaaner Kunstmühle wurde die neue Ausstellung zur Ekensunder Künstlerkolonie eröffnet

von
erstellt am 23.Mär.2017 | 21:00 Uhr

In der Schwaaner Kunstmühle ist jetzt die Ausstellung „Ekensund im Kreise der Künstlerkolonien an der Ostsee“ für Besucher geöffnet. Die Exposition thematisiert die Blütezeit der Künstlerkolonie in dem deutsch-dänischen Ort an der Flensburger Förde. In der zweiten Etage des Museums gibt es mehr als 60 Arbeiten von Künstlern wie Otto Heinrich Engel, Walter Leistikow und Jacob Nöbbe zu sehen. Die Werke stammen aus verschiedenen Museen, von Kunstsammlern sowie privaten Leihgebern.

„Leider reichten unsere Ausstellungsräume nicht ganz aus, um alle zur Verfügung gestellten Werke zu zeigen, deswegen mussten wir schweren Herzens auf 20 Arbeiten verzichten“, berichtete Heiko Brunner bei der Vernissage am Mittwochabend. Mit der Auswahl zeigte sich der Museumschef dennoch zufrieden und betonte: „Masse ist nicht alles.“

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung war auch die Kunsthistorikerin Iben Johansen aus Dänemark angereist. Die 32-Jährige hatte in ihrer Heimat eine ähnliche Ausstellung zu Ekensund konzipiert. In der Kunstmühle berichtete sie, dass nur wenige Dänen mit der Arbeit der Künstlerkolonie vertraut seien und es bislang nur drei Ausstellungen dazu gegegeben habe. Den Teilnehmern der Vernissage erklärte Iben Johansen, dass die erste Generation der Ekensunder Künstlerkolonie sich ganz der Freilichtmalerei verschrieben haben. „Die Fördelandschaft und die Ziegeleien waren für sie das Wichtigste“, so die Kunsthistorikerin, die Schwaan eine gewisse Ähnlichkeit mit Ekensund, das heute übrigens Egernsund heißt, bescheinigt. „Schon als ich auf der Autobahn unterwegs war, ist mir die Ähnlichkeit der Regionen aufgefallen“, erzählte die 32-Jährige.

Zur Vernissage war auch Dr. Elisabeth Boser, die Leiterin der Gemäldegalerie Dachau, angereist. In ihrem Museum wurde bis Februar eine Ausstellung zu der deutsch-dänischen Künstlerkolonie gezeigt. Ihr selbst seien die Ekensunder Maler vorher alle unbekannt gewesen, die Ausstellung habe sich dann aber als großer Erfolg erwiesen, berichtete sie.

Angesichts der sehr gut besuchten Eröffnung in der Kunstmühle werden sich die Werke von der Flensburger Förde sicher auch in Schwaan großer Beliebtheit erfreuen. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich nach dem offiziellen Teil der Vernissage intensiv mit den Arbeiten der Künstler vertraut zu machen und dabei über Kunst zu plaudern.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai für Besucher geöffnet.

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