zur Navigation springen
Bützower Zeitung

24. Oktober 2017 | 08:04 Uhr

Verkehr : Deutliches Stopp-Zeichen gesetzt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Nach öffentlicher Kritik von Jana Przibylla in der Bützower Zeitung wurde die gefährliche Kreuzung Schlemmin/Bernitt entschärft

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Ein ungutes Gefühl beschlich  Jana Przibylla aus Ulrikenhof, wenn sie sich mit ihrem Auto der Kreuzung Schlemmin/Bernitt auf der Kreisstraße Nummer 3 (Bützow–Kurzen Trechow– Moisall–Klein Sien) näherte. Auch wenn sie Vorfahrt hat, rechnete sie immer damit, dass von links oder rechts ein Auto angeschossen kommt. Natürlich ist diese Gefahr immer noch nicht vollständig gebannt. Dennoch hat sich jetzt, nachdem sie an die Öffentlichkeit gegangen ist und SVZ mehrfach darüber berichtet hatte, etwas verändert. Vor einigen Tagen wurden die Vorfahrtsschilder gegen Stopp-Schilder ausgetauscht.

Rückblende:  „Es ist der reinste Horror“, hatte Jana Przibylla aus Ulrikenhof  im September am SVZ-Telefon erklärt.  Auf der K3 an der Kreuzung wo die Straße von Schlemmin und Bernitt zusammentreffen, wären sie und ihre Tochter um „haaresbreite“   totgefahren worden. „Das war so knapp!“ Sie sei mit ihrem Wagen aus Moisall gekommen und wollte geradeaus  nach  Kurzen Trechow. „Das ist die Hauptstraße und da hab’ ich  Vorfahrt“, erklärte die Autofahrerin. Doch plötzlich sei ein Lkw von rechts aus Schlemmin herangefahren. „Er ist ohne anzuhalten über die Straße gebrettert und hat uns fast erwischt.“

Nicht zum ersten Mal hätten sie und andere Autofahrer solche kritischen Momente an der Kreuzung erlebt, weil andere Autofahrer sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Untermauert wurden die Aussagen von  Jana Przibylla keine Woche nach dem Anruf bei SVZ auf tragische Weise. Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer missachtete die Vorfahrt eines Pkw-Fahrers. Der 42-Autofahrer wurde bei dem Crash schwer verletzt.

Ein Unfallschwerpunkt sei die Kreuzung nicht, hatte Polizeisprecher Gert Frahm im Herbst auf SVZ-Nachfrage erklärt. Denn an eine solche Einstufung seien verschiedene Kriterien geknüpft. „Ein Beispiel wäre, wenn sich an einem Ort, über einem Zeitraum von drei Jahren, drei Unfälle mit schwerem Personenschaden ereignet haben“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Er kündigte aber zugleich an: „Die Fachgremien werden die  Kreuzung bei Schlemmin mal unter die Lupe nehmen.“  Er  hat da unter anderem die Verkehrsunfallkommission des Landkreises im Blick, die sich regelmäßig auf den Straßen des Kreises umschaut.

Was nun zum Umdenken geführt hat, dass wissen wir nicht, jedoch wurde Jana Przibylla  im Dezember überrascht, als die Straßenmarkierung erneuert wurde. „Und nun wurden hier die Stoppschilder aufgestellt. Da haben meine Worte doch etwas bewirkt“, freut sie sich. Dennoch ist ihr Optimismus verhalten. Denn sie habe schon von Familienangehörigen gehört, die in den zurückliegenden Tagen beobachtet haben, dass einige Autofahrer trotz Stoppschild nicht halten. Und wie zur Bestätigung rollt in dem Moment, als  sich   Przibylla mit dem Reporter zum Fototermin an der Kreuzung trifft, ein Lkw ohne Anzuhalten um die Kurve...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen