Bützow : Deutlich mehr Kranke im Landkreis

Eine bedeutende Steigerung mit rund 33 Prozent habe es bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis gegeben.
Eine bedeutende Steigerung mit rund 33 Prozent habe es bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis gegeben.

DAK-Gesundheitsreport 2014 zeigt deutliche Schwachpunkte. Ausfalltage über Landesniveau

svz.de von
24. Juli 2014, 16:03 Uhr

Der Krankenstand im Landkreis Rostock ist 2013 deutlich angestiegen. Die Ausfalltage nach Erkrankungen nahmen um 0,5 Prozent zu, während sie im Land um 0,3 Prozent stiegen. Mit 5,0 Prozent hatte die Region zudem einen etwas höheren Krankenstand als der Landesdurchschnitt (4,9). Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 50 krankgeschrieben. Das hat der DAK-Gesundheitsreport ermittelt.

Im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich auch bei einigen Diagnosen der Krankenstand. Eine bedeutende Steigerung mit rund 33 Prozent habe es bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis gegeben. Diese Diagnose sei die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen im Landkreis gewesen und habe in ihrer Häufigkeit noch über dem Landesschnitt gelegen, ermittelten die Statistiker. Auch die Zahl der Verletzungen und Vergiftungen sowie der psychischen Beschwerden, zu denen Angstzustände und Depressionen gehören, stieg. Jeden fünften Fehltag und damit die meisten Krankschreibungen verursachten erneut Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Die Zahl der Ausfalltage sank allerdings um fast 15 Prozent und lag unter dem Landesschnitt.

„Längere Erkrankungen wie seelische Leiden bedeuten meist größere Probleme“, sagt Christiane Köster von der DAK-Gesundheit in Güstrow. Im Land seien die Fehltage durch psychische Erkrankungen seit 2000 um 63 Prozent gestiegen. Deshalb unterstütze die Kasse Unternehmen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement und effektiver Prävention, so Köster.

Weil aber 25- bis 39-jährige Arbeitnehmer besonders beansprucht seien, erklärt Christiane Köster, und sie bis zur Rente produktiv bleiben müssen, müssen Arbeitgeber nachhaltig in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren. Sie verweist auf erste Ansätze für chronische Krankheiten in diesem Alter. Dazu zählt sie vor allem Rückenprobleme und Bluthochdruck.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Freitag-Ausgabe.




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