20 Fragen : Der Trabant brachte die Unabhängigkeit

Seit mehr als 25 Jahren ist die Bützowerin Ute Wolter für den Verein Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern aktiv.
Seit mehr als 25 Jahren ist die Bützowerin Ute Wolter für den Verein Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern aktiv.

Ute Wolter hat eine Kochbuchsammlung und will sich mit ihrer Enkeltochter auf die Spuren von Pippi Langstrumpf begeben

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21. Mai 2017, 10:00 Uhr

Heute finden im Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasium drei Jugendweihefeiern statt. 123 Jungen und Mädchen aus der Region Bützow/Schwaan werden dann in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen. Organisiert werden die Feierstunden von Ute Wolter vom Verein Jugendweihe MV.

Im Jahr 1959 in Ribnitz-Damgarten geboren und aufgewachsen, kam die heute 59-Jährige 1986 nach Bützow. Seit 1991 ist sie Mitarbeiterin und Mitglied im Jugendweiheverein. Seit 2011 betreut sie den großen Bereich von Bützow, über Güstrow, Schwaan bis hin nach Ribnitz-Damgarten. „Jährlich sind das rund 500 Jugendweiheteilnehmer. Inzwischen gibt es Anmeldungen von Kindern, deren Eltern Anfang der 1990-Jahre von mir die Jugendweihe erhalten haben“, erzählt Ute Wolter. Sie freue sich, dass sie dazu beitragen konnte, den Jugendweihegedanken über die Jahre zu erhalten. „Ich habe gemeinsam mit den Jugendlichen auf Exkursionen und Reisen viel gesehen und persönlich viel dazu gelernt. Die Arbeit macht viel Spaß“, so die Mutter von drei erwachsenen Kindern.

SVZ-Redakteur Ralf Badenschier stellte Ute Wolter die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Garten meines Elternhauses auf einer Bank unter einem großen alten Birnenbaum. Von diesem Platz aus hat man einen schönen Blick auf Feld und Wald. Man kann wunderbar ausruhen, abschalten oder Pläne schmieden.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich denke, der Bürgermeister hat den besten Überblick über das, was schnell geändert werden kann. Ich freue mich, dass Bützow jedes Jahr ein Stück schöner wird.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Zu Hause an meinem Schreibtisch.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe Obst und Gemüse aus unserem Garten verkauft. Da wir kein Auto hatten, habe ich alles mit dem Fahrrad drei Kilometer weit zur nächsten Annahmestelle gefahren. Das Geld dafür durfte ich behalten.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Unter anderem für einen Plattenspieler und Schallplatten.

Was würden Sie gerne können ?
In meiner Jugendzeit habe ich den Tanzkurs verpasst. Vielleicht hole ich den ja nochmal nach.

Was stört Sie an anderen?
Schönfärberei, Bequemlichkeit, Intoleranz

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Der Kinofilm „Toni Erdmann“ hat mich sehr zum Lachen gebracht.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich nasche zu viel und bin leider aus Zeitmangel nicht zu den letzten Sportabenden gegangen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Viele Menschen arbeiten täglich unter sehr hohem persönlichen Einsatz. Ihnen zolle ich großen Respekt.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Im Moment gerade keins. Eines meiner letzten Bücher war „Löwinnenherz“, eine bewegende Autobiographie von Sengül Obinger zum Thema Zwangsehe. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich bin nur im Winter sporadisch vor dem Fernseher zu finden, oft zur Tagesschau, manchmal sonntags zum Pressegespräch und ab und zu ist auch ein Tatort dabei. In der Weihnachtszeit am warmen Ofen darf es auch mal ein Rosamunde Pilcher-Film sein.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder hier noch da. Eher im Garten und ab und zu im Kino oder Theater.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gern ehemalige Jugendweiheteilnehmer treffen und erfahren, was aus ihnen geworden ist.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich liebe die Abwechslung und probiere gern aus. In meiner Kochbuchsammlung findet sich alles – von deftigen deutschen Gerichten über die leichte italienische Küche bis hin zu orientalischen und asiatischen Rezepten.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Als Jugendliche feierten wir gern zu „We Will Rock You“ von der Gruppe Queen. Später habe ich mit Jugendweiheteilnehmern das gleichnamige Musical in London gesehen und mich über ihre Begeisterung gefreut.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Als ich 1980 meine Fahrerlaubnisprüfung bestand, schenkten mir meine Eltern
einen gebrauchten Trabant. Damit war ich zu größter Unabhängigkeit gelangt.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Für die Sommerferien im nächsten Jahr habe ich meiner Enkeltochter eine Reise nach Schweden auf den Spuren von Pippi Langstrumpf versprochen. Darauf freue ich mich sehr.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Ich werde zum alten Birnbaum im Garten meines Elternhauses zurückkehren, meine Enkelkinder in den Ferien einladen und viele schöne Abenteuer mit ihnen erleben.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
„Ihr Florist“ Diana Raabe. Jedes Jahr zur Hochsaison im Blumengeschäft scheut sie keine Mühe und liefert mir die schönste Bühnendekoration zur Jugendweihe die man sich vorstellen kann.


















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