Bützow : Der Schweinepest keine Chance geben

Klaus Griepentrog (l.) tritt  nach 20 Jahren als Vorsitzender des Bauernverbandes Bützow ins zweite Glied zurück.  Sein Nachfolger, der  56-jährige  Manfred Bissa, setzt weiterhin auf eine Arbeit, die ganz nah dran ist an den Berufskollegen vor Ort.
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Klaus Griepentrog (l.) tritt nach 20 Jahren als Vorsitzender des Bauernverbandes Bützow ins zweite Glied zurück. Sein Nachfolger, der 56-jährige Manfred Bissa, setzt weiterhin auf eine Arbeit, die ganz nah dran ist an den Berufskollegen vor Ort.

Gestern Bauerntag des Bauernverbandes Bützow / Vorsitzender: Bauern müssen eine Sprache sprechen

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07. März 2014, 12:37 Uhr

Zum Thema Schweinepestgefahr äußerte sich gestern auf dem Bauerntag des Bauernverbandes Bützow im Speicher Steinhagen Elisabeth Dey, Amtstierärztin beim Landkreis Rostock. „Die Kurzhaltung unseres Wildschweinbestandes ist eine wesentliche Maßnahme zur Verhinderung der Schweinepest“, betonte sie. Und forderte die Bauern auf: „Achten Sie auf Ihre Tierbestände! Die einzige Chance, die wir gegen die Afrikanische Schweinepest haben, ist das frühzeitige Erkennen.“

Zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern zur effektiven Bejagung des Schwarzwildes als Vorbeugemaßnahme für die Schweinepest forderte Landrat Sebastian Constien auf.

Weiterhin bat er die Landwirte, sich in die Politik der ländlichen Gemeinden einzumischen, dies auch in Hinsicht auf die bevorstehenden Kommunalwahlen. Eine Gefahr darin, dass Wölfe aus Polen, die zu uns kommen, als Virusträger die Schweinepest einschleppen, sieht Walter Burmeister aus Schwaan. Sie denke nicht, dass der Wolf als Träger des Erregers fungiert, meinte dazu Dr. Dey. „Nicht optimal“ sei im letzten Oktober die Prämienzahlung des StALUMM an die Bauern gelaufen“, bekannte der Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Hans-Joachim Meyer. Er begründete dies mit personellen Engpässen im Amt.

102 Unternehmen, Einzelbetriebe und Personen sind gegenwärtig Mitglied des Bützower Bauernverbandes.
„Mit einem Organisationsgrad von mehr als 84 Prozent der Fläche des Altkreises Bützow waren wir auch 2013 der am höchsten organisierte Verband innerhalb des Bauernverbandes MV“, sagte der Vorsitzende des Bützower Bauernverbandes, Manfred Bissa. Vor einem vollen Saal hatte er zu Beginn des Bauerntages Bilanz über das letzten Jahr gezogen. 2013 sei ein gutes Erntejahr gewesen, schätzte er ein.

So habe es bei der Wintergerste einen Durchschnittsertrag von 81,6 dt/ha gegeben, das waren knapp 6 dt/ha mehr als im Vorjahr. „Der Winterweizen erzielte im Landkreis Rostock im Durchschnitt 82,5 dt/ha und lag damit um 9 dt/ha.“ Der Winterrapsertrag in MV lag mit 41,4 dt/ha um gut 2 dt/ha über dem Durchschnittsertrag in Deutschland.

Für die Schweinehalter sei das Jahr 2013 „wieder einmal von einem Preis-Hoch und -Tief geprägt gewesen“, so Bissa. In der Milchproduktion lag 2013 die Milchleistung 146 Kilogramm höher also im Vorjahr. Je Kuh wurden 9045 Kilogramm ermolken. „Das ist von allen Bundesländern immerhin ein sehr guter 5. Platz“, so Bissa.

Für die Erzeugergemeinschaft „Qualitätsmilch“ sei 2013 ein Jahr der Entscheidung gewesen, war doch ein neuer Milchliefer- und Abnahmevertrag auszuhandeln und eine Molkerei auszuwählen. „Wir können zufrieden sein“, wertete der Verbandsvorsitzende die wirtschaftlichen Ergebnisse 2013.

Der Leitsatz für 2014 müsse nun lauten, betonte er: „Transparenz und Vertrauen schaffen bei der Bevölkerung, den Zusammenhalt der Bauern aller Branchen gewährleisten und gemeinsam eine Sprache sprechen!“

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