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Bützower Zeitung

20. September 2017 | 04:13 Uhr

Der mit den Schafen "tanzt"

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2010 | 07:03 Uhr

Bernitt | Ein neues Gesicht gibt es seit Anfang September im Bernitter Pfarrhaus. Phillip Gäde absolviert bei Pastorin Elisabeth Lange ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Er ist der erste FÖJler auf dem Hof. Seine Aufgaben reichen von Büroarbeit bis hin zum Schafescheren.

Nach dem Abitur in diesem Sommer fiel die Entscheidung. "Ich wollte nicht zur Bundeswehr und auch keinen Zivi machen. Deshalb entschied ich mich für das FÖJ auf diesem Hof", sagt Phillip Gäde. Der Schwaaner arbeitete bereits in den letzten Jahren ehrenamtlich bei verschiedenen Projekten mit. "Beim Kindercamp, dem Gruppenleiterkurs oder Konfitreffen war ich Betreuer und habe verschiedene Aufgaben übernommen." Erwartungen hat der 19-Jährige trotzdem. "Durch das breit gefächerte Orientierungsfeld glaube ich, dass mir dieses Jahr für die Zukunft hilft. Ich werde auch in Bereiche schauen, die ich selbst nicht bedacht habe", sagt Phillip Gäde. Für ein Gruppenleiterseminar im Februar 2011 erstellte Phillip im September ein Konzept, bei Konferenzen und Besprechungen erstellt er die Protokolle. Außerdem pflegt er das Grundstück des historisch angelegten Pfarrhofs, versorgt Schafe, Hühner und einen Hund und hilft bei der Pflege der Streuobstwiesen mit.

"Ich leite jetzt auch die Christenlehre. Außerdem helfe ich bei der Apfelernte und beim weiteren Bau eines Lehmbackofens."

Für Pastorin Elisabeth Lange ist die Situation spannend. "Es ist etwas Neues. Meine Arbeit verändert sich durch Phillip. Ich gebe Aufgaben wie z.B. die Öffentlichkeitsarbeit ab", sagt Lange. Sie findet es wichtig, dass sich junge Menschen ausprobieren können. "Mit der Stelle ist die Möglichkeit geschaffen, dass sich Jugendliche weiterbilden, den Umgang mit Menschen lernen und lernen, sich selbst zu organisieren."

Philipp ist dabei kein Neuer auf dem Pharrhof. Der Schwaaner hat in der Vergangenheit bereits bei verschiedenen Veranstaltungen mitgeholfen. So gibt es bereits eine Basis für die jetzt noch intensivere gemeinsame Arbeit.

Alle drei Monate trifft sich Phillip Gäde während des Freiwilligen Ökologischen Jahres bei Seminaren mit anderen FÖJlern im Land. Dort tauschen sie Erfahrungen aus und machen Exkursionen. Der Christ versuche nachhaltig zu leben. Da sei nicht immer einfach. "Ich kaufe zum Beispiel Eier vom Nachbarn und trinke Bio-Milch", sagt er.

In einem Jahr geht es nicht gleich zum Studium. "Ich beabsichtige, zuvor eine Ausbildung zum Rettungsassistenten zu machen. Das soll als Einblick beziehungsweise Grundlage für mein Medizinstudium dienen", sagt Phillip Gäde. Jetzt warten auf den neuen Freiwilligen aber erste einmal viele Aufgaben im Pfarrhaus und auf dem Pfarrhof.

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