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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 13:15 Uhr

Bützow : Der lange Kampf gegen Tretminen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Hundekot ist weiterhin ein großes Ärgernis. Einwohner und Stadtvertreter fordern härteres Vorgehen der Stadt.

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Die Stadt Bützow hat ein Problem. Und das seit Jahren. Immer wieder werden vor allem Gehwege mit Hundekot verdreckt. An manchen Tagen mehr, an anderen Tagen weniger. „Was macht die Stadt dagegen?“, fragte Udo Schröder während der Bürgerfragestunde auf der jüngsten Stadtvertretersitzung.

Das Problem seien nicht die Tiere, sondern einige Hundebesitzer, sagte Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos). Auch ihn ärgere dieses Verhalten. Natürlich sei vieles über das Ordnungsrecht möglich, jedoch müsse es konkrete Beweise geben, um Hundehalter zur Verantwortung zu ziehen. Manches versuche der Bauhof, insbesondere rund ums Rathaus, zu lösen. „Doch die Stadt kann sich nicht um alles kümmern“, so Grüschow.

Derzeit sind in Bützow und den Ortsteilen 454 Hunde angemeldet. Über die Hundesteuer fließen rund 45 000 Euro jährlich in den Haushalt. „Zwischen 2011 und 2016 hat die Stadt insgesamt zehn Hundetoiletten an markanten Stellen aufgestellt“, sagt Hauptamtsleiter Frank Endjer. Zusätzlich seien 15 Hundebeutelspender im Stadtgebiet angebracht worden. „Die Beutelspender werden wöchentlich durch Bauhofmitarbeiter aufgefüllt. Leider wird dieser Service noch immer nicht von allen, aber von sehr vielen Hundebesitzern in Anspruch genommen“, sagte Endjer.

Dennoch forderte Stadtvertreter Frank Schröder (CDU), dass der Politesse ein weiterer Mitarbeiter zur Seite gestellt wird, sie gemeinsam durch die Stadt gehen und Hundehalter kontrollieren. Die Erfolgsquote, jemanden auf frischer Tat zu ertappen, sei jedoch eher gering, sagt Grüschow. Denn die Verunreinigungen passieren zumeist, wenn kein anderer hinschaut. Es gäbe zum Beispiel ein Verfahren, bei dem die DNA der Hunde konserviert und mit Hundekot, der auf der Straße gefunden wird, verglichen wird, sagte Grüschow. Doch das koste.

SPD-Fraktionschef Joachim Fiedler baut auf die Einsicht der Hundehalter. Er schlägt vor, es zunächst noch einmal mit einem eindringlichen Schreiben an jeden einzelnen Hundebesitzer zu versuchen. Alfred Matzmohr (CDU) meinte, das könne auch einfacher über den monatlichen Amtsanzeiger geschehen.

Stadtvertreter Wolfgang Wehrmann (EB) forderte eine radikale Lösung. „Mitarbeiter des Bauhofes können den Hundekot einsammeln. Und die Stunden dafür werden berechnet und die Kosten dafür auf die Hundesteuer draufgeschlagen“, sagte Wehrmann.

Bürgermeister Christian Grüschow wehrte sich dagegen, alle Hundehalter über einen Kamm zu scheren. „Das Problem ist ohne Zweifel lästig. Doch das alles löst das Problem nicht“, sagt Grüschow. Am Ende sei es der Hundehalter, der die Verantwortung dafür trägt, die Verunreinigung nicht zuzulassen.



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