Bützow/Schwaan : Der Frühling kann kommen

Packten am Gymnasium mit an: Jörg Krone, Frank Endjer und Karsten Hamann (v.l.).
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Packten am Gymnasium mit an: Jörg Krone, Frank Endjer und Karsten Hamann (v.l.).

Zahlreiche Gemeinden in der Region riefen am Wochenende zum Großreinemachen in den Orten auf

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10. April 2017, 05:00 Uhr

So – nun kann der Frühling endgültig kommen. Zumindest wurde die Region dafür hergerichtet. Denn vielerorts wurde zum traditionellen Frühjahrsputz geladen. Zahlreiche freiwillige Helfer folgten dem Aufruf von Gemeinden, Kirchen oder Vereinen, bewaffneten sich mit Besen, Müllsack, Heckenschere und Co. und sorgten dafür, dass es in ihrer Umgebung wieder etwas schöner ist.

Im Bereich des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Bützow waren beispielsweise Jörg Krone, Frank Endjer und Karsten Hamann aktiv. „Wir sind hier aus dem Viertel“, sagte Karsten Hamann. Schon seit Jahren würden sie am Putztag tatkräftig mit anpacken. Warum? „Weil wir hier wohnen. Das ist eine tolle Aktion.“ Der Bützower fand es allerdings schade, dass sich nicht mehr Anwohner beteiligten. „Mehr Bürgerengagement wäre schön, schließlich geht uns die Sauberkeit alle etwas an“, sagte Karsten Hamann. Gemeinsam haben die drei einen kleinen Traktoranhänger voll mit Unrat gesammelt. Darunter viele (Schnaps)Flaschen. Es wurde außerdem moniert, dass es in diesem Bereich der Warnowstadt keine Behälter für Hundehinterlassenschaften gibt.

In der Bützower Stiftskirche waren um die 15 Helfer aktiv. Mitglieder des Fördervereins, Kirchengemeinderäte, Gemeindemitglieder, aber auch Nicht-Gemeindemitglieder traten pünktlich um 8 Uhr an, um die Kirche auf Vordermann zu bringen. Zum Großteil wurde laut Pastorin Johanna Levetzow entrümpelt. Da das Baugerüst im Innern bald umzieht, hätte ohnehin aufgeräumt werden müssen. So war es die optimale Gelegenheit, Blumenvasen, Kerzen, Verlängerungskabel – „alles was man so braucht“ – zu sortieren und auch auszusortieren, was nicht mehr benötigt wird. Laut Axel Ulrich tauchten dabei gefühlt etwa 50 Besen und 500 Schaufeln auf. Während der Aufräumarbeiten kamen zwei Radtouristen an der Stiftskirche vorbei. „Kann man die Kirche besichtigen?“, wollten sie wissen. „Klar, und ihr könnt gleich mit anpacken“, scherzten Johanna Levetzow und Axel Ulrich.

Kräftig aufgeräumt wurde unter anderem auch in Eickelberg. „Unterstützt wurden wir sogar über die Kreisgrenzen hinaus von Familie Thompson aus Groß Görnow. Der Plattenweg verbindet die beiden Dörfer miteinander und wurde vollständig vom Müll befreit“, teilte Karen von Blomberg mit. Auch der Buswendeplatz erstrahlt nun wieder. Im Herbst hatten die Eickelberger und Kinder aus dem Ort auf Anregung von Michael Seewald Knollen gepflanzt, die nun sprießen. Als Dank für alle Helfer sorgte Ute Eisenreich mit einer köstlichen Soljanka und selbstgebackenem Brot für eine Stärkung.

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