Schwaan : Der Baum im Zentrum der Kunst

Großes Interesse an der neuen Ausstellung: Zur Eröffnung begrüßte Heiko Brunner etwa 70 Gäste in der Kunstmühle Schwaan.
Großes Interesse an der neuen Ausstellung: Zur Eröffnung begrüßte Heiko Brunner etwa 70 Gäste in der Kunstmühle Schwaan.

Führung, Kinder-Vormittag und Broschüre.

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13. September 2019, 05:00 Uhr

Erstmals sind Bilder aus dem Künstlermuseum in Heikendorf an der Kieler Förde, dem jüngsten Mitglied der Vereinigung der europäischen Künstlerkolonien „euroArt“, im Kunstmuseum Schwaan zu sehen. Darauf weist Heiko Brunner, der Leiter des Museums, hin. Auch Bilder aus Worpswede, wohl einer der berühmtesten Künstlerkolonie in Deutschland, werden gezeigt. Allerdings sei diese Kolonie nicht die älteste – das nehme Schwaan für sich in Anspruch.

Die Ausstellung „Mein Freund der Baum“ entstand in enger Zusammenarbeit mit der „euroArt“ und zeigt Darstellungen aus den Kolonien Dachau, Hiddensee, Ahrenshoop, Usedom, Heikendorf, Worpswede, Ferch und Arbeiten aus dem Overbeck-Museum in Bremen. Brunner dankt den anderen Künstlerkolonien für das Entgegenkommen bei der Auswahl der Bilder, die bis 15. Dezember in der Warnowstadt zu sehen sind.

Die Schwaaner Bildbetrachtungen von Franz Bunke, Bruno Bartels und den anderen Malern zu diesem Thema ergänzen diese einmalige Ausstellung. Heiko Brunner verweist auf Darstellungen von Baumstämmen Fritz Overbecks, der damit das gleiche Motiv wie Bartels gemalt habe. Zwei seiner Werke habe die Kunstmühle als Leihgabe vom Kulturhistorischen Museum in Rostock erhalten. Auf Otto Niemeyer-Holstein weist der Museumsleiter als Sonderfall hin: Seine Kunst reduziere den Baum auf einige seiner Elemente: „Seine Malerei erweist sich jenseits jeder Heimat-Tümelei.“ Hohes Können, und trotz Resten der Naturbeobachtung verliere das Objekt seine Gegenständlichkeit. Niemeyer-Holstein sei einer der bedeutendsten Maler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so Brunner.

Er führt Interessierte am Sonntag ab 11 Uhr durch die Ausstellung „Mein Freund der Baum“. Walter Hübner aus Rostock wird dazu Eigenkompositionen auf der Violine zu Gehör bringen.

Am Sonntag erscheint auch die begleitende Broschüre zur Ausstellung „Mein Freund der Baum“ mit Fotos von Sammlungsstücken aus Künstlerkolonien. Die 44 Seiten umfassende Broschüre stellt die beteiligten Kolonien vor. Und am Sonntag ebenfalls ab 11 Uhr lädt außerdem die Museumspädagogin Katja Rudl-Wiechmann Kinder von fünf bis zehn Jahren zu einem spannenden und kreativen Vormittag ins Kunstmuseum ein. Es geht dann um Feen, Wunsch-Erfüllungszauber und Wetterregeln. Die Begleitpersonen der Kinder haben am Sonntag freien Eintritt in die Kunstmühle.

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