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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 10:35 Uhr

Schulwettbewerb : Den Insekten auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Amtsschule in Bernitt tritt mit ihrem Umweltprojekt erstmals beim Wettbewerbt „Schüler staunen“ an

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Was kreucht und fleucht auf dem Schulhof eigentlich herum? Das fragten sich die Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Bernitt während eines Projektes rund um das Thema Insekten. Die Antwort war leicht gefunden: Die Fünft- und Sechstklässler gingen einfach auf Erkundungstour und erforschten die grünen Ecken des großen Hofes.

Mit den Ergebnissen aus ihrem Umweltprojekt bewarb sich die Schule in diesem Jahr erstmals für den Wettbewerb „Schüler staunen“ des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). „Wir haben es uns die ganzen Jahre nicht recht getraut“, gibt Doris Wendorf zu. Sie ist an der Schule verantwortlich für Bildung für nachhaltige Entwicklung, zu der das Projekt zählt. Doch dieses Mal reichte der Mut und nun hoffen die Schüler und Lehrer, dass sie sich mit ihrer Projektarbeit gegen die 38 anderen eingereichten Arbeiten durchsetzen können.

Jedes Jahr gibt es ein Umweltprojekt an der Schule mit immer wechselnden Themen. „Jede Klasse ist einmal dran“, berichtet Ulrike Klatt. Die freiberufliche Umweltpädagogin setzt sich dann an vier Tagen gemeinsam mit den Jugendlichen – in theoretischen und praktischen Teilen zum Beispiel mit Insekten auseinander. „Ich stehe nicht vorn und erzähle sondern die Kinder sollen es selber erarbeiten“, sagt die Pädagogin. So lernten sie zunächst, woran sie erkennen, dass es sich bei dem Krabbeltier tatsächlich um ein Insekt handelt. „Einen Tag waren wir dann auf dem Schulgelände unterwegs und haben geschaut, was für Insekten es hier gibt“, so Klatt. Penibel wurden die Tiere kartiert und bestimmt – und natürlich wieder freigelassen. Berührungsängste hatten dabei die Wenigsten. „Wir haben auch über den Nutzen der Insekten gesprochen. Ich möchte den Schülern vermitteln, dass wir die Insekten brauchen“, sagt die Pädagogin.

Abschließend mussten sich die Jungen und Mädchen überlegen, wie sie das Projekt darstellen wollten. „Da kamen viele schöne Ideen zusammen“, so Klatt. Eine Gruppe entschied sich, einen Kalender zu gestalten, während die andere eine Diashow mit einem großen Plakat erarbeitete. Beides reichten sie beim Wettbewerb des StALlu MM ein.

Seit 2008 gehört die Umweltwoche zum Programm der Schule. Dabei wurden inzwischen völlig unterschiedliche Themen wie Tiere der Nacht, erneuerbare Energien, Feldhecken oder alte Apfelsorten behandelt. Ulrike Klatt wird dafür quasi als Spezialisten „eingekauft“, erklärt Schulleiter Mirko Murk. Das sei für das Kollegium ebenso wie für die Schüler immer wieder eine Bereicherung. Denn auch wenn beispielsweise ein Biologielehrer diese Projekte übernehmen könnte, „ist es eine andere Sache, wenn es jemand von Außen macht“, so Murk.

Finanziell wird die Amtsschule aus dem Haushalt des Amtes-Bützow Land gestützt und vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie gefördert.


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