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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 10:29 Uhr

Bützow : Dem richtigen Radweg auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Landkreis ist bereit, die Straße Am Forsthof zu sanieren / Doch jetzt gibt es Diskussionen über den Platz für die Radfahrer

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 18:26 Uhr

Drei Bürgermeister haben in den zurückliegenden eineinhalb Jahrzehnten darum gekämpft, dass der Kreis die Straße Am Forsthof stadtauswärts in Richtung Rühn saniert. Doch das Territorium ist groß und das Geld knapp. Umso überraschender war dann die Botschaft, dass der Kreis im kommenden Jahr die so dringend notwendigen Arbeiten auf die Investitionsliste gesetzt hat. Nun liegen die Lagepläne für den ersten Bauabschnitt vor. Am Montag stehen sie bei der Stadtvertretersitzung zum Beschluss an. Doch es gibt noch Diskussionsbedarf.

Es geht um eine komplette Straßensanierung auf einer Länge von knapp 700 Metern. Neben der Straße soll auf der rechten Seite in Richtung Rühn ein drei Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg entstehen. Ein solcher führt bereits vor der Warnow-Klinik entlang bis zur Kreuzung Gartenstraße/Am Forsthof. Es wäre also eine Weiterführung. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten müsste der neu entstehende kombinierte Geh-und Radweg in Höhe des jetzt vorhandenen Fußgängerschutzweges (Höhe Forsthofpassage) aber auf die linke Seite wechseln. Durch das Wohngebiet am Ziegelhofweg wäre so der Anschluss an den Radweg (von Rühn kommend ) gegeben.

Doch nun brachte Mario Göldenitz (berufener Bürger /CDU) im Bauausschuss die Idee ins Spiel, auf einen kombinierten Geh- und Radweg zu verzichten. Vielmehr sollte, wie in anderen Städten schon praktiziert, ein abgetrennter Radweg beidseitig mit auf die Fahrbahn gebracht werden. Andre Kohl, mit den Planungen beauftragt, gab zu bedenken, dass dadurch möglicherweise die Radfahrer gefährdet werden. Immerhin sei Am Forsthof eine sehr stark befahrene Straße mit rund 9900 Pkw am Tag. Mario Göldenitz und auch der Ausschussvorsitzende Axel Ulrich (CDU) sehen jedoch in dieser Idee eine Möglichkeit der Verkehrsberuhigung. „Die Autofahrer fahren langsamer“, so Ulrich.

Jörg Krone (UBB) möchte die Chance, die sich jetzt durch die Offerte des Kreises für die Stadt ergibt, nicht leichtfertig durch lange Verhandlungen aufs Spiel setzen. Axel Ulrich setzt dem entgegen, dass sich die Stadtvertreter später nicht den möglichen Vorwurf gefallen lassen müssen, eine Sache nur durchgewunken zu haben, ohne nach der optimalen Lösung gesucht zu haben.

Deshalb soll Bauamtsleiterin Doris Zich bis zur Stadtvertretersitzung am Montagabend beim Kreis vorfühlen. Es geht um die Frage, ob eine solche Änderung der Planung zeitlich überhaupt zu realisieren ist. Und wenn ja, welche Auswirkungen das auf die Kosten hat.

Die Stadt hat als Eigenanteil für diese Baumaßnahme 353 000 Euro in den Haushaltsentwurf eingestellt. Die Möglichkeit, Fördermittel einzuwerben, besteht. Für den Ausbau der Straße sind auch Ausbaubeiträge zu erheben.

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