Bröbberow/Benitz : Dem Müll zu Leibe gerückt

Hier wird aufgeräumt: Mädchen und Jungen der Freien Schule Bröbberow sammelten Unrat ein.  Fotos: Freie Schule Bröbberow (5)
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Hier wird aufgeräumt: Mädchen und Jungen der Freien Schule Bröbberow sammelten Unrat ein. Fotos: Freie Schule Bröbberow (5)

Über 40 Teilnehmer beim Frühjahsputz in Benitz / 140 Mädchen und Jungen aus Kita und Schule sammelten in Bröbberow Unrat ein

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11. April 2017, 12:00 Uhr

Heraus zum Frühjahrsputz! In Benitz wurde der Ruf der Gemeinde und des Vereins Miteinander Benitz-Brookhusen gehört. „Mit 38 Erwachsenen und acht Kindern war die Aktion ein voller Erfolg“, sagt Franziska Mohsakowski vom Verein. Auf dem Spielplatz sei Erde verteilt und Gras gesät gworden. „Somit wurden Erdkuhlen erfolgreich beseitig“, sagt die 30-Jährige. Im angrenzenden Park haben die Einwohner einen Schuppen abgerissen. Unterstützung gab es da vom ortsansässigen Agrarbetrieb. Der stellte einen Radlader bereit. „Ebenso wurde dort auch ein Parkplatz errichtet und befestigt, sodass ein besseres Parken für die Bewohner des Gutshauses möglich ist“, sagt Franziska Mohsakowski. Die Frauen machten sich im Gemeindezentrum zu schaffen. Sie reinigten die Polsterstühle, entrümpelten den Dachboden und räumten dort auf.

Wer fleißig war, der soll auch feiern. Das taten die Teilnehmer am Abend am Frühjahrsfeuer. „Für uns ein gelungener Tag. Wir danken allen fleißigen Helfern, denn nur gemeinsam kann man das schaffen“, so Mohsakowski.


Rund 15 Kilometer für eine schönere Umwelt


Mächtig ins Zeug legten sich auch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte und der Freien Schule in Bröbberow. Nicht spielen und lernen war angesagt, sondern aufräumen. 140 kleine Geister verteilten sich im Dorf. „Jede Gruppe suchte auf bestimmten Wegstrecken nach achtlos weggeworfenem Müll, harkte Laub und kümmerte sich um den Spiel-, Park-, und Volleyballplatz oder die Bushaltestelle“, erzählt Schulleiterin Katharina Drewes. So sammelten zum Beispiel die Schüler der Klasse 5/6 Müll am Wanderweg nach Letschow. Die Fledermausgruppe harkte auf dem Spielplatz in Groß Grenz Laub. Die Fuchsgruppe kümmerte sich um den Parkplatz vor der Kita. „Kopfschütteln und Entrüstung regte sich, als wir entdeckten, dass jemand Styropordämmung in den Metallcontainer geworfen hatte. Der Wind pustete die Körnung aus dem Container auf die Straße. Selbst mit allergrößter Mühe konnten wir die unzähligen Körnchen nicht entfernen, da musste ein Sauger ran“, so Drewes.

Insgesamt legten alle Schüler zusammen eine Wegstrecke von rund 15 Kilometern zurück. Mit einigem Unrat kehrten die Mädchen und Jungen zum Feuerwehrgerätehaus zurück. „Dort wurden die Müllsäcke und allerhand Kurioses zur Abfahrt abgestellt. Am meisten wunderten sich die Schüler über Radkappen und Autoreifen“, so die Schulleiterin und weiter: „Nach dem Aufräumen blieb natürlich auch Zeit, die müllbefreite Umwelt zu erkunden und herumzutollen.“

Zum Schluss gab es für alle selbst gebackenen Kuchen zur Stärkung. Außerdem gab es als Lohn kleine vorösterliche Überraschungen, die versteckt und gefunden wurden.

Einen Tag später, legten auch noch die Erwachsenen der Gemeinde Bröbberow Hand an, sodass einem schönen und vor allem müllfreien Osterfest nichts mehr im Wege steht. „Unsere Kinder würden sich jedenfalls sehr freuen, wenn die Menschen nicht mehr achtlos ihren Müll in die Gegend werfen. Daher wollten wir mit gutem Beispiel voran gehen“, so Katharina Drewes.

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