Bützow : Debatte um Straßenbäume

Um diese Bäume in der Straße Vor dem Rühner Tor geht es. Auf dieser Seite ist ein kombinierter Geh- und Radweg geplant.
Um diese Bäume in der Straße Vor dem Rühner Tor geht es. Auf dieser Seite ist ein kombinierter Geh- und Radweg geplant.

BUND spricht sich gegen Fällarbeiten in der Straße Vor dem Rühner Tor aus / Suche nach Kompromiss

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30. Januar 2016, 08:00 Uhr

Der Bund für Umwelt und Natur Deutschland (BUND) hat sich gegen das Fällen der Bäume in der Straße Vor dem Rühner Tor ausgesprochen. Darüber informierte Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Die Absage des BUND erfolgte anlässlich der Anhörung von Trägern öffentlicher Belange im Zuge des geplanten Straßenneubaus. Das Straßenbauamt Stralsund ist derzeit mit der Bauvorbereitung beschäftigt. Diese Pläne beinhalten auch, auf der südlichen Seite der Straße (Landwirtschaftsamt/Schloss) einen kombinierten Geh- und Radweg zu zu errichten. Dafür sollen die Bäume weichen.

„Wir selbst sind ja auch nur Teil des Verfahrens und nicht dafür verantwortlich“, sagt Zich. Dennoch habe die Stadt den Kontakt mit dem BUND gesucht und Ausgleichspflanzungen angeboten. Doch wo diese genau erfolgen könnten, könne noch nicht genau festgemacht werden. „Es läuft ja gerade der Wettbewerb zur Neugestaltung des Rosengartens und des Areals rund um den Schlossparkplatz. Da wird es auf jeden Fall Bäume und Begrünung geben“, so Zich. Trotz der Stellungnahme der Naturschützer zeigt sich Doris Zich optimistisch: „Der BUND hat Kompromissbereitschaft signalisiert.“

Die Sanierung der Straße Vor dem Rühner Tor und der Neubau der sogenannten Aalfangbrücke sind die letzten Teile bei der umfangreichen Straßensanierung rund um das Schloss. Die Arbeiten waren im vergangenen Jahr verschoben worden.

Peter Pfannkuchen, Dezernent für Bauvorbereitung im Straßenbauamt Stralsund, hatte erst kürzlich angekündigt, dass die Arbeiten frühestens im dritten Quartal beginnen können. Dieser Tage habe es weitere Absprachen, unter anderem zur Kostenteilung zwischen dem Straßenbauamt, dem Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband sowie der Stadt gegeben, erklärt Doris Zich.

Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) sagte im Hauptausschuss, nach den Gesprächen „laufe“ der Baubeginn wohl „auf September hinaus“.

Das Straßenbauamt habe aber signalisiert, dass anvisiert sei, die Arbeiten innerhalb von zwölf Monaten abzuschließen.

„Sie wollen von beiden Seiten beginnen. Auf der einen Seite mit dem Kreisel und auf der anderen mit der Brücke“, erklärte der Bürgermeister.

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