Kunstobjekt : Das Ziel in Einzelteilen erreicht

Die Reparaturarbeiten fallen deutlich größer aus, da 13 Teilstücke zusammengesetzt werden müssen.
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Die Reparaturarbeiten fallen deutlich größer aus, da 13 Teilstücke zusammengesetzt werden müssen.

Die Sitzgruppe wartet an der Grundschule darauf, wieder zusammengesetzt zu werden

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26. März 2016, 08:00 Uhr

Das Kunstobjekt des Hallenser Bildhauers Peter Michael – die Maronensitzgruppe – beschäftigt Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der Cable-Engineering-Nord GmbH, seit Monaten. Was früher als Spielgerät und Schülertreffpunkt an der Kopernikus-Schule genutzt wurde und seit Jahren sich selbst überlassen ist, soll auf dem Schulhof am Schlossplatz neuen Glanz erhalten.

Doch nun kommt noch mehr Arbeit auf die Beteiligten zu: Am Donnerstag wollte Schmidt gemeinsam mit seinen Helfern die Sitzgruppe in einem Stück transportieren. „Es wurde allerhöchste Zeit“, sagt Stadtvertreter Eckhard Knoll (CDU) und ist froh, dass endlich Bewegung in die Sache kommt.

Aber kaum, dass die Gurte angelegt waren und der Kran die Konstruktion ein Stück anhob, zeigte sich: Das wird wohl nichts. An einer Verbindung der Teilstücke zeichnete sich ein Bruch ab. „Es war in sich instabil und, um Schaden zu minimieren, haben wir die Sitzgruppe jetzt auseinandergeschnitten“, erklärte Schmidt. Die richtige Entscheidung, denn: „Der Kran schaltet bei zwei Tonnen Gewicht ab“, führte Frank-Uwe Fröhlich vom EGN Baucenter an. Und genau das passierte. Die Sitzgruppe war also auch in Gänze zu schwer, wiegt schätzungsweise zweieinhalb Tonnen.

Diese wurden schließlich in 13 Einzelteilen von Fröhlich und seinem Kollegen Arne Carstensen verladen und zur Grundschule transportiert. Die Polizei-Eskorte war ebenfalls unnötig. Die Bützower verpassten die Aktion also gänzlich. „Ich hätte es gern in einem Stück gesehen“, sagte Eckhard Knoll, der die Aktion am Morgen genau verfolgte. „Die Freude ist trotzdem groß. Was machbar war, wurde gemacht“, fügte er verständnisvoll an und freut sich, dass das Objekt erhalten werden kann.

„Das ist schade und ist jetzt natürlich viel mehr Arbeit“, so Schmidt nach der Aktion.

Gleichzeitig ist er zuversichtlich, dass sich die Sitzgruppe problemlos wieder zusammensetzen lässt. Zum einen wurden alle Teile nummeriert, damit kein großes Puzzlespiel entsteht. Zum anderen ließen sich die Übergänge im Zuge der ohnehin geplanten Tonarbeiten reparieren, meint Schmidt. Diesen Part übernimmt Peter Müller, Geschäftsführer des Bützower Berufsbildungsvereins.

Trotz Mehraufwand entstünden für die Stadt keine Kosten, betonte Eckard Knoll vor Ort. „Das war die Voraussetzung der Stadtvertreter, als sie zugestimmt haben“, erklärte er. Aus seiner Sicht wurde es allerhöchste Zeit, dass nach so vielen Monaten nun endlich der Transport stattfindet.

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