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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 08:38 Uhr

Kassow : „Das war die Hölle“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Auch durch Kassow zieht sich eine Schneise der Verwüstung

svz.de von
erstellt am 07.Mai.2015 | 08:41 Uhr

„So viel Angst habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt“, sagt Udo Rudolf. Er erlebte das Unwetter, das die Innenstadt Bützows zerlegte, nur wenige Kilometer entfernt in Kassow. Das Dach seines Hauses hat es besonders schwer getroffen. Überall lösten sich Ziegel, rissen Blumentöpfe und anderes mit nach unten. Das Gelände rund um sein Haus gleicht einem Trümmerfeld.

Und doch kann Udo Rudolf lachen. „Was soll ich sonst auch machen? Ändern kann ich es ja doch nicht“, sagt er und ist froh, dass in dem Ort niemand ernsthaft verletzt wurde.

Der Sturm überraschte ihn am Dienstag völlig unerwartet, als er im Garten war. Die dunklen Wolken entwickelten sich blitzschnell zu einem ausgewachsenen Unwetter.

„Ich habe es gerade noch rein geschafft.“ Sein Hinterhof verschwand sekundenschnell in einer weiß-grauen Gewitterfront. Ein Rollo konnte Rudolf noch herunter lassen, „dann bin ich nur noch in den Keller gerannt“, berichtet der Kassower von den Schreckensminuten. „Das war die Hölle“, berichtet eine Nachbarin. Nur wenige Meter weiter hat es zahlreiche Eichen entwurzelt, teilweise zig Jahre alt. Tiefe Krater haben die Wurzeln in den Boden gerissen.

Eine Taubenvoliere, die unter einem Vordach stand, liegt nun halb im Garten, völlig zerstört. Die Tauben sind alle samt verschwunden. Zertrümmert liegt auch das Gewächshaus im Garten.

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