Qualitz : Das Waldschiff von Qualitz

Sorgten für viel Diskussionsstoff: Die Objekte, das Theaterstück, Musik und Texte, die während des Camps „Zu-Sammen-Kunft“ entstanden sind.
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Sorgten für viel Diskussionsstoff: Die Objekte, das Theaterstück, Musik und Texte, die während des Camps „Zu-Sammen-Kunft“ entstanden sind.

Teilnehmer des Camps „Zu-Sammen-Kunft“ stellen Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung in Objekten, Texten und Szenen vor

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29. August 2016, 05:00 Uhr

Was bringt die Zukunft? Antworten suchten Jugendliche und junge Erwachsene in einem zweiwöchigen Camp in Qualitz. Am Ende konnten Besucher auf dem Geländes des Allerhandvereins die Ergebnisse betrachten und sich dabei ihre ganz eigenen Gedanken machen.

„Zukunft und Zusammenleben sind riesige Themen. Oftmals werden sie in Gedanken beiseite geschoben, und im Alltag ist kein Platz für unbequeme Gedanken“, schilderten die Teilnehmer den Ansatz ihres Herangehens. Nun hätten sie sich Zeit genommen, um sich künstlerisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Es wurde gekocht, gelebt, getanzt, geredet. Vorträge wurden gehalten, Bücher vorgestellt“, war in einem Flyer zu erfahren, der die Besucher auf diese öffentliche Präsentation einstimmte.

Was wäre ein Leben ohne Erdöl? Einer der Teilnehmer des Camps hatte sich ganz praktisch mit dieser Frage beschäftigt. Sein Waldschiff, geformt aus Ästen, rückte am Freitagabend bei vielen Besuchern in den Fokus und vor allem die Schilderung, wie es zu diesem Objekt kam.

Er habe sich bewusst dazu entschlossen, ein Objekt zu schaffen, „das ganz ohne Erdöl auskommt“. Mehr noch: Er verbrachte 24 Stunden ohne Dinge, die in irgend einer Form mit Erdöl zu tun haben. Er legte seine Kleidung ab und formte aus den Stängeln der Brennessel einen Gürtel und befestigte daran Rhabarberblätter. Er schlief in einer Laubhütte im Wald und kehrte von dort mit „ein paar Stöckern“ zurück, aus denen dann das Waldschiff entstand.

Zu sehen waren aber auch Fotografien, Texte, ein Theaterstück und Musik, die sich von ganz unterschiedlichen Sichtweisen dem großen Thema Zukunft näherten.

In einer Szene aus Musik und einem Text ging es um die Frage, wann der Mensch wirklich wieder frei ist. Dies könne er nur sein, wenn er wieder als Mensch lebt und nicht Teil einer Masse ist. Somit sei Zukunft „auch ein Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Sie ist privat ebenso wie politisch“, wie es die Teilnehmer im Camp herausgearbeitet hätten .

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