Bernitt : Das Jahr des neuen Gerätehauses

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt und Gäste blickten gemeinsam auf das Jahr 2017 zurück.
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt und Gäste blickten gemeinsam auf das Jahr 2017 zurück.

Freiwillige Feuerwehr Bernitt lässt 2017 Revue passieren. Neun Einsätze. Erhard Finck 50 Jahre lang ein „Blaurock“

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22. Januar 2018, 12:00 Uhr

Einige Ausbildungsdienste haben hier bereits stattgefunden, einige Einsätze wurden von hier aus auch schon in Angriff genommen. Nun fand hier die erste Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt statt. Das neue Gerätehaus war Thema Nummer eins bei der Versammlung. Zehn Monate lang wurde gebaut, im August konnte es dann mit einem großen Fest bezogen werden (SVZ berichtete). Auch Streitigkeiten über den Standort gab es. Aber die scheinen längst vergessen, denn die Freude über das neue Gerätehaus ist groß. „Ihr könnt und werdet euch an den neuen Standort gewöhnen“, sagte Amtswehrführer Ralf Ackerhans. „Das haben wir schon“, entgegnete Bernitts Wehrführer Torsten Hohmann.

Natürlich drehte sich die Versammlung nicht nur um das Gerätehaus. Auch auf das Einsatzgeschehen wurde zurückgeblickt. „Es war ein Jahr mit weniger Alarmierungen als die Jahre zuvor“, sagte Torsten Hohmann. Neunmal wurden die Bernitter Kameraden gerufen, achtmal davon zur technischen Hilfeleistung. Binnen fünf bis acht Minuten trafen sie am Einsatzort ein. Bei einem Brand in Bützow waren sie innerhalb von 16 Minuten. Verletzt wurde in allen Fällen glücklicherweise niemand. Fünf Einsätze wurden übrigens vom neuen Gerätehaus aus gestartet.

Die Bernitter Blauröcke sind aber nicht nur zur Stelle, wenn es brenzlig wird. Sie sind auch aktiver Part im Gemeindeleben. Das Tannenbaumfeuer Anfang des Jahres war beispielsweise von der Wehr organisiert. Auch Schrott wird mittlerweile im Frühjahr traditionell gesammelt. 2017 kamen dabei ganze 11,2 Tonnen zusammen. Den Bernitter Herbstmarkt unterstützten die Kameraden ebenfalls.

Einige Feuerwehrleute packten auch tatkräftig bei der Aufräumaktion in der Bernitter Kirche mit an, die kürzlich stattfand. Deswegen ergriff Edda Bethge vom Verein „Kirche belebt“ auch das Wort und dankte der Wehr für die Unterstützung. Kirche und Feuerwehr würden sehr gut zusammenarbeiten.

Auch Bürgermeisterin Birgit Czarschka bedankte sich für die Unterstützung der Wehr in der Gemeinde. „Ihr seid auch Kulturträger“, sagte sie. Zudem dankte sie für die stete Einsatzbereitschaft. Die Kameraden hätten alle Achtung verdient, da sie ganz viele Stunden leisten, die sie ihren Familien dadurch fehlen. Birgit Czarschka betonte aber auch, dass Nachwuchs ganz wichtig ist, auch in den anderen Wehren der Gemeinde. Denn das neue Gerätehaus wolle schließlich mit Leben gefüllt werden. „Ich wünsche mir, dass noch zehn Kameraden kommen“, sagte auch Gemeindewehrführer Rainer Koch.

Angesichts der Nachwuchssorgen und der Anzahl von 19 Kameraden (davon drei Ehrenmitglieder und ein förderndes Mitglied) war die Freude umso größer, mit Andy Penck ein neues Mitglied in die Reihen der Bernitter Wehr aufzunehmen. Er sei kürzlich erst nach Bernitt gezogen und schon in anderen Wehren aktiv gewesen. „Jetzt möchte ich euch unterstützen“, sagte Andy Penck.

Wenn der Neu-Bernitter mit Eifer dabei bleibt, könnte er bei der nächsten Jahreshauptversammlung im kommenden Jahr vielleicht die selbe Auszeichnung erhalten wie Anatolij Derksen. Er nahm nämlich an jedem einzelnen Einsatz der Wehr teil und erhielt dafür ein Präsent. Und wenn Andy Penck noch länger dabei bleibt, könnte er irgendwann die Auszeichnung erhalten, die Erhard Finck nun erhielt. Der Bernitter, mittlerweile in der Ehrenabteilung, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet. „Auf die nächsten 50 Jahre“, wünschte Torsten Hohmann. Seinen allerersten Einsatz hatte Erhard Finck seinerzeit in Penzin, berichtete er. „Ich wurde ins kalte Wasser geworfen.“

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